WhatsApp: Neue Datenschutzrichtlinie wird nach Kritik an Nutzungsbedingungen verschoben

Smartphone mit dem Logo der Messengerdienste Whatsapp und Signal

So lautete die Aufforderung.

Die Reaktionen der Nutzer von Whatsapp, das zum Facebook-Konzern gehört, könnten all jene freuen, die sich über die geringe Datensparsamkeit von App-Nutzern sorgen, und bei Whatsapp-Facebook zur Sorge führen, dass man sich mit den neuen Plänen, die Daten der Nutzer noch besser zu verwerten, geschadet hat. Die Änderung wird überprüft und wurde bis zum 15. Mai verschoben.

Nach heftigen Protesten hat der Messengerdienst WhatsApp seine Datenschutz-Änderungen um drei Monate verschoben. Es seien falsche Informationen verbreitet worden, die man nun ausräumen wolle.

Die Entschlossenheit von WhatsApp beruht auf der massiven Flucht von Benutzern zu konkurrierenden Anwendungen wie Telegramm und Signal, die sich durch höhere Sicherheits- und Datenschutzfunktionen sowie durch zusätzliche Optionen auszeichnen, die in der App noch nicht verfügbar sind. An der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der Chat-Inhalte nur für die teilnehmenden Nutzer, aber nicht einmal für WhatsApp selbst im Klartext sichtbar sind, werde nicht gerüttelt. Außerhalb der EU fließen einige WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten - allerdings bereits seit dem Jahr 2016.

Aber die Konkurrenz wächst - wohl nicht nur wegen der geplanten Datenschutzänderungen. Auch das schärfere Vorgehen gegen Extremisten und Verschwörungsmythen dürfte zur Abwanderung beigetragen haben. Telegram-Chef Pawel Durow erklärte am Mittwoch auf seiner Plattform, in der ersten Januarwoche habe Telegram die Marke von 500 Millionen monatlich aktiven Nutzern überschritten. Heraus kam unter anderem, dass die Daten von rund 87 Millionen Nutzern bei der Datenanalysefirma Cambridge Analytica gelandet waren. Laut Durov stammen 38 Prozent der neuen Nutzer aus Asien, 27 Prozent aus Europa, 21 Prozent aus Lateinamerika und immerhin acht Prozent aus der MENA-Region. Der Schweizer Messengeranbieter Threema teilte mit, seit der vergangenen Woche hätten sich die täglichen Download-Zahlen "vervielfacht".

Als nächstes erklärt das Unternehmen, dass "sie persönliche Gespräche immer mit End-to-End-Verschlüsselung schützen, damit weder WhatsApp noch Facebook diese privaten Nachrichten sehen können".

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