Hörfunk-Reporterin Sabine Töpperwien hört beim WDR auf

Töpperwien

Sie war Sportreporterin, Leiterin der Sportredaktion im Hörfunk - vor allem aber war sie Fußballkommentatorin: Sabine Töpperwien beendet ihre Karriere. Das teilte der WDR mit. Insgesamt hat sie mehr als 700 Fußballspiele kommentiert, kanpp 600 davon in der Bundesliga, blickt der WDR zurück.

Nach über drei Jahrzehnten in den Stadien der Republik ist Schluss: WDR-Reporterin Sabine Töpperwien geht in den Ruhestand. Ich habe eine blöde Nerven- und Sehnenentzündung in beiden Armen erhalten. Das könne sie nicht mehr leisten: "Mit halbem Dampf arbeiten - das will ich nicht". Aber sie wollte Fußball und kam deshalb im Oktober 1989 zum WDR und kommentierte das erste Live-Spiel einer deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft im Ersten. "Ich werde ihre markante Stimme, ihre leidenschaftlichen Fußball-Kommentare und ihre ausgezeichnete Sport-Kompetenz sehr vermissen". Sie war 1989 beim ersten live übertragenen Frauenländerspiel - dem EM-Halbfinale Deutschland gegen Italien - die erste Frau, die eine Fußball-Übertragung im deutschen Fernsehen als Sprecherin begleitete. Sie war außerdem die erste Sportkommentatorin, die regelmäßig in der ARD-Bundesligakonferenz von der Fußball-Bundesliga im Radio berichtete.

Töpperwien selbst zieht eine zufriedene Bilanz. Ihr Bruder habe sie "auf das Experiment im Haifischbecken gut vorbereitet". "Jedes Wort werde auf die Goldwaage gelegt, hat er gewarnt". Und Christoph Daum riet mir, lieber mal meinen Bruder zu schicken. Sie ist die Schwester von ZDF-Reporter-Legende Rolf Töpperwien (70). "Es war ein steiniger Weg, das zu ändern".

Sie sei "einfach dankbar, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte", so Töpperwien. Eine neue Ära im crossmedialen Sportcampus zu kreieren, war eine große Herausforderung. "Meine Mission ist erfüllt".

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