Verbraucher stimmen ab: Seitenbacher hat "Mogelpackung des Jahres"

Das "Frucht Müsli" wurde nach Angaben der Verbraucherzentrale im vergangenen Jahr als neu vermarktet - jedoch sei die Zutatenliste "quasi identisch" mit der des Vorgängers "Vollkorn-Früchte-Müsli" gewesen. "Die Politik muss Verbraucher endlich besser vor versteckten Preiserhöhungen schützen", fordern die Verbraucherschützer. Mittlerweile soll das "Frucht Müsli" nicht mehr hergestellt werden.

Seitenbacher hatte gegenüber der Verbraucherzentrale Hamburg behauptet, mit dem "Frucht Müsli" sei ein neues Produkt eingeführt worden. Seit über 17 Jahren führen die Hamburger Verbraucherschützer eine bundesweit einzigartige Mogelpackungsliste mit versteckten Preiserhöhungen auf der Basis von Verbraucherbeschwerden. So wurde das Müsli verdeckt um satte 75 Prozent teurer! Die endgültigen Verkaufspreise legen die Händler fest. "Seit wir dieses auf dem Markt haben, gab es hier keine Änderungen", teilt das Unternehmen mit.

Auf dem zweiten Rang (18,8 Prozent) landeten der Osterhase von Milka und der Weihnachtsmann von Mondelez, gefolgt von der beliebten Kinder Schokolade von Ferrero (18,5 Prozent). Schließlich stimmten 3,9 Prozent für die Bifi Minisalami des Herstellers Jack Link's. Allerdings schrumpfte die einzelne Salami und der Preis stieg.

"Verbraucher können sich gegen die, Weniger drin, Preis gleich'-Masche nicht wehren, denn die Tricksereien sind beim normalen Einkauf kaum zu bemerken".

Die Verbraucherschützer sammeln seit Jahren Beschwerden und Hinweise zu Produkten im Handel und kürten zum siebten Mal die "Mogelpackung des Jahres". Helfen würde etwa eine Transparenzplattform, bei der vorab Füllmengenreduzierungen von den Herstellern verpflichtend gemeldet werden müssten. Die Verbraucherzentrale Hamburg stellte zudem eine Liste mit derzeit rund 1000 Einträgen zu kritisierten Produkten online.

So wird gewählt: Die Verbraucher könne auf der Site der Verbraucherzentrale jedes Jahr bis zu einem bestimmten Datum ihre Stimme abgeben.

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