Festival - Spielfilm "Borga" gewinnt Max-Ophüls-Preis

Die SWR-Kino-Koproduktion "Borga" ist beim Filmfestival Max Ophüls Preis am Samstagabend gleich viermal ausgezeichnet worden. Es geht um einen jungen Mann aus Ghana, der es im Ausland zu Wohlstand bringen möchte. Die Auszeichnung ist mit 36.000 Euro dotiert.

Das Max-Ophüls-Festival gilt als wichtigste Veranstaltung für den jungen deutschen Film. Wegen der Corona-Pandemie fand die 42. Ausgabe zum ersten Mal komplett als Online-Edition statt.

Diese Nachricht wurde am 23.01.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Regisseur York-Fabian Raabe hatte 2011 mit "Zwischen Himmel und Erde" bereits den Preis für den besten Kurzfilm beim MOP gewonnen.

Sichtlich bewegt und nach eigener Aussage "total überwältigt" waren auch die zweiten Hauptpreisträger des Abends: Regisseur Arman T. Riahi und sein Bruder, Produzent Arash T. Riahi, von "Fuchs im Bau" (Österreich 2020). Die Jury lobte den Film als authentisches, aktuelles und fesselndes Drama.

"Tala'vision" (D/Jordanien 2020) von Murad Abu Eisheh erhielt den Preis für den besten mittellangen Film und den Publikumspreis in dieser Kategorie. Der Film erhielt unter anderem den Hauptpreis für den besten Spielfilm. Das 27 Minuten lange Werk erzählt vom Leben der achtjährigen Tala in einer von Krieg zerrütteten Welt - und welche Bedeutung darin ein Fernseher für sie hat.

Bester Dokumentarfilm wurde "Stollen" (D 2020) von Laura Reichwald, ein Psychogramm über ein Dorf im Erzgebirge, das um seine Identität ringt. Insgesamt wurden 16 Preise vergeben. Die Abschlussveranstaltung wurde kostenlos auf der Streaming-Plattform und dem Youtube-Kanal des MOP übertragen. Dass dieses Festival überhaupt in dieser Form gestaltet werden konnte, habe man nur "dem unglaublichen Einsatz von unserem Team" zu verdanken. Er und Festivalleiterin Svenja Böttger seien "extrem dankbar" dafür.

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