Fall Bergisch Gladbach : Groß-Razzia gegen Kinderpornografie - Hausdurchsuchung auch in SH

Am Dienstag hat die Polizei eine bundesweite Razzia gegen Kinderpornografie durchgeführt

In einem anderen Fall sei aufgrund unklarer Umstände ein 13-jähriges Kind in die Obhut des Jugendamtes übergeben worden.

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"Eine erste Sichtung und Bewertung sichergestellter Beweismittel in den am Einsatz beteiligten Polizeibehörden ist bereits angelaufen", teilten die Ermittler mit. "Jeder, der sich kinderpornografische Materialien herunterlädt, der muss wissen: dafür wurde ein Kind missbraucht". In zehn Bundesländern - darunter auch Niedersachsen - wurden Wohnobjekte durchsucht, Asservate sichergestellt und Tatverdächtige aufgesucht, wie der Ermittlungsleiter, Kriminaldirektor Michael Esser, in Köln sagte. Beschlagnahmt wurden demnach elektronische Datenträger, die zum Teil in "äußerst kreativen Verstecken" aufbewahrt wurden und mit Datenträger-Spürsuchhunden entdeckt wurden. Fahnder haben am Dienstag im Missbrauchs-Komplex Bergisch Gladbach Dutzende Objekte durchsucht - auch in Niedersachsen. Die genauen Örtlichkeiten wollte die Polizei am Nachmittag noch nicht nennen, da die Durchsuchungen teilweise noch andauerten. Allein in Bayern wurden demnach 15 Objekte quer durch den Freistaat durchsucht, allein drei im Bereich Rosenheim. Im vergangenen September wurden in zwölf Bundesländern 60 Anschriften von rund 50 Beschuldigten durch rund 1000 Einsatzkräfte durchsucht.

Es handelt sich um den zweiten bundesweiten Großeinsatz der "BAO Berg".

Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) "Berg" der Kölner Polizei ermittelt seit Oktober 2019. Über ihn stießen die Ermittler auf Hunderte weitere Verdächtige. Die Polizei arbeitet mit der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime der Kölner Staatsanwaltschaft zusammen.

Der Leiter der ZAC würdigte die Unterstützung der Ermittler durch Betreiber und Anbieter von Sozialen Medien.

Hier lag neben Nordrhein-Westfalen und Bayern einer der Einsatz-Schwerpunkte, wie die Kölner Polizei mitteilte. NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) sagte: "Der Aktionstag zeigt, dass die Justiz auch im Internet uneingeschränkt handlungsfähig ist".

Die Ermittlungen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ziehen immer weitere Kreise. Ein 43-Jähriger wurde im vergangenen Oktober in Köln zu 12 Jahren Haft verurteilt.

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