Wie wird der Festival-Sommer 2021? - Viele Fragezeichen bei Veranstaltern

Bild zu Während eines Konzerts wird ein Fan auf Händen getragen

Noch ist der Sommer weit weg und Großveranstaltungen wie das "Southside" angesichts der aktuellen Corona-Lage nur schwer vorstellbar: Doch abgeschrieben ist das Festival in Neuhausen ob Eck nicht. Trotz allem geben die Veranstalter die Hoffnung noch nicht auf. Noch sei es für konkrete Ansagen zu früh. "Wir müssen auch abwarten, wie sich die Infektionszahlen und die Verfügbarkeit der Impfstoffe entwickeln". "In vier bis sechs Wochen können wir sicher mehr sagen", meint Thanscheidt.

Die Festivalveranstalter der Hurricane und Southside Festivals äußern sich auf ihren offiziellen Websites und Social-Media-Kanälen über den Status der Zwillingsfestivals, die eigentlich vom 18.06. bis 20.06.2021 stattfinden sollen. Zu den Headlinern gehören die Bands Seeed, Kings of Leon sowie der DJ Martin Garrix. Im vergangenen Jahr wurde das Festival coronabedingt abgesagt. Das "Southside" gehört zu den größten Veranstaltungen für Rock, Independent und Alternative in Deutschland. Und auch mehr als 130.000 Besucher haben ihre Tickets von 2020 bereits auf dieses Jahr umgetauscht. Auf der Festivalseite läuft zumindest der Countdown. Und wie können die Konzerte in Zeiten von Corona aussehen? "Die aktuellen Planungen sind trotz Kurzarbeit in vollem Gange, und wir hoffen, dass die staatlichen Maßnahmen greifen und eine Rückkehr zu Live-Events im Sommer möglich sein wird", sagt Mitbegründer Thomas Jensen. Doch ist für die Verantwortlichen klar, dass die Sicherheit aller immer an oberster Stelle stehen wird. "So lange Abstandsregeln erforderlich sind, lassen sich allenfalls sehr kleine Veranstaltungen wirtschaftlich durchführen". "Für die Sommerfestivals werden wir spätestens bis Mitte März Entscheidungen benötigen, in welcher Form sie stattfinden können, weil sie eine Mindestzeit zur Vorbereitung benötigen". Laut Michow hat die Branche den Herbst und Winter genutzt, um mögliche Konzepte zu erstellen. Er hofft hier auch auf Unterstützung seitens der Politik. Das macht Festivalleiterin Esther Siwinski gleich zu Beginn deutlich: "Für uns ist klar, eine ganz normale Breminale, wie alle sie kennen und lieben, wird es nicht geben in 2021".

Die Live-Branche ist ein Wirtschaftszweig, der besonders hart von Corona getroffen wurde. Betroffen sind nicht nur die Musiker, sondern natürlich auch all die Leute hinter den Kulissen - ob Tontechniker, Bühnenbauer, Caterer, Beleuchter oder Busfahrer. "Da fehlt der Geruch, die Atmosphäre, die Nähe zum Künstler und das Miteinander der Fans, das alles kann der Bildschirm nicht liefern".

Das Open-Air-Festival Rock den Deich fällt in diesem Jahr aus.

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