Corona-Impfstoff von Novavax weist hohe Wirksamkeit auf

Novavax

London/Gaithersburg - Ein Impfstoff-Kandidat des US-amerikanischen Herstellers Novavax hat laut vorläufigen Ergebnissen rund 90 Prozent Wirksamkeit gegen Covid-19 aufgezeigt.

Noch größere Sorgen bereitet Forschern die in Südafrika entdeckte Virus-Variante B.1.351, die verschiedene Mutationen aufweist. Die Phase-III-Studie in Großbritannien, an der 15.000 Menschen zwischen 18 und 84 Jahren teilnahmen, solle Grundlage für das Zulassungsverfahren in Großbritannien, der EU und anderen Staaten werden.

An der südafrikanischen Studie nahmen einige Probanden mit HIV teil.

Zwischenergebnisse einer kleineren Novavax-Studie in Südafrika deuten darauf hin, dass der Impfstoff gegen die südafrikanische Virus-Variation deutlich weniger wirksam ist. Aktuell läuft eine weitaus umfassendere Studie in den USA und Mexiko, für die etwas mehr als die Hälfte der benötigten 30 000 Freiwilligen verpflichtet worden sind. Damit wäre der Wirkstoff fast ebenso effizient wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

Auch die EU fasst ihre Belieferung durch Novavax ins Auge und hat Ende 2020 Gespräche über die Bestellung von bis zu 200 Millionen Impfdosen abgeschlossen, aber noch keine feste Order abgegeben.

Das Novavax-Mittel zeigte nach Angaben des Unternehmens auch eine hohe Wirksamkeit gegen die Coronavirus-Mutante mit der Bezeichnung B.1.1.7., die zuerst in Großbritannien identifiziert worden war und die besonders ansteckend ist.

Die Zwischenanalyse der britischen Studie von Novavax basiert auf 62 Infektionen unter den Studienteilnehmern. Davon traten 56 in der Gruppe auf, die ein Placebo erhielt, und sechs in der geimpften Gruppe. Mehr als 50 Prozent hatten sich mit der ansteckenderen britischen Variante infiziert. "Wir sind verwöhnt durch die Daten von Moderna und Pfizer". Bei 4.160 HIV-negativen Studienteilnehmern lag die Wirksamkeit bei 60,1 Prozent. Premierminister Boris Johnson twitterte: "Gute Nachrichten, dass der Novavax-Impfstoff sich als effektiv herausgestellt hat". Die britische Zulassungsbehörde werde das Vakzin prüfen. Grossbritannien habe 60 Millionen des Präparats vorbestellt. Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete die Neuigkeiten als "eine weitere großartige britische Impfstoff-Erfolgsstory".

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