GameStop: Hedgefonds Melvin Capital halbiert Vermögen

Internet-Nutzer zocken Wall Street mit Gamestop Aktien

Den Januar abgeschlossen habe das Unternehmen aber dennoch mit mehr als acht Milliarden Dollar Vermögen - nachdem die Hedgefonds Point72 und Citadel mit einer Finanzspritze von 2,75 Milliarden Dollar einen Zusammenbruch ihres Partners verhindert hätten. Grund für den berichteten Verlust (zu dem bei Melvin Capital niemand für eine Stellungnahme erreichbar ist), soll sein, dass der Hedgefonds auf fallende Kurse der amerikanischen Computerspielehändlerkette GameStop, der amerikanischen Kinokette AMC und des finnischen Telekommunikationsausrüsters Nokia gewettet hatte - und all diese Wetten verlor. Denn Kleinanleger hatten sich im Internet zu einem Kaufansturm verabredet: Daraufhin stieg der Aktienkurs, sodass Melvin Milliardenverluste hinnehmen musste. Solche Wetten, genannt Leerverkäufe, funktionieren so: Man leiht sich Aktien aus, verkauft sie zu einem hohen Preis und gibt sie später (wenn der Preis gefallen ist) zurück. Auf der Kursdifferenz basiert ihr Gewinn. "Spekulanten knöpfen uns Milliarden ab", sagte Gavin Wax, Chef der Gruppe "New York Young Republicans", die den Protest organisiert hatte, in einer Ansprache. "Auch deshalb scheint der Krieg" zwischen Hedgefonds und App-Anlegern, von dem unter anderem das Wall Street Journal schreibt, keine ganz unpassende Metapher.

Die "New York Young Republicans" sind eine Nachwuchsorganisation der Republikanischen Partei. Jaime Rogozinski, der Gründer des inzwischen mehrere Millionen Mitglieder umfassenden Subreddits hatte dazu gemeint, er sehe die Aktion in der Tradition von Occupy Wall Street.

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