Schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Schock-Rocker Marilyn Manson

APA  AFP  SUZANNE CORDEIRO

"Angesichts der verstörenden Vorwürfe von Evan Rachel Wood und anderen Frauen heute, die Marilyn Manson als Missbrauchstäter bezeichnen, stellt Loma Vista mit sofortiger Wirkung die Werbung für sein jetziges Album ein", teilte das US-Label am Montag auf Twitter mit.

Die US-Schauspielerin Evan Rachel Wood schrieb auf Instagram, Manson habe sie "jahrelang schrecklich missbraucht". "Er hat sich mein Vertrauen erschlichen, als ich noch ein Teenager war, und mich dann jahrelang schrecklich missbraucht", schrieb die in der Vergangenheit mit Manson liierte Wood am Montag im Onlinedienst Instagram. "Ich wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und zur Unterwürfigkeit manipuliert". Sie werfen dem 52-Jährigen sexuellen Missbrauch bis hin zur Vergewaltigung vor, außerdem Manipulation, erzwungenen Drogenkonsum, Einschüchterung, körperliche Gewalt und Todesdrohungen. Dies sei die Wahrheit, egal wie andere nun die Vergangenheit verzerren würden, führte Manson weiter aus. Ich bin hier, um diesen gefährlichen Mann zu entlarven und die vielen Industrien, die ihm seine Taten möglich gemacht haben, anzuprangern, bevor er weitere Leben ruinieren kann. Wood hat in den vergangenen Jahren mehrfach über Missbrauchserfahrungen bis hin zur Vergewaltigung gesprochen, ohne aber Namen zu nennen.

Der Hardrocker Manson, der mit bürgerlichem Namen Brian Hugh Warner heisst, setzt in seinen Auftritten auf Schockeffekte und Provokation. Drei weitere Frauen erhoben zudem den Vorwurf psychischer Misshandlungen durch den 52-Jährigen. "Ich stehe hinter den vielen Opfern, die nicht mehr länger schweigen wollen", beendete sie ihren Post.

Vertreter und der Anwalt Mansons reagierten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme zu den Vorwürfen. Schon 2018, nachdem die Missbrauchsvorwürfe gegen den Hollywoodmogul Harvey Weinstein publik geworden waren, war eine Anzeige gegen Manson erstattet worden.

Dabei ging es um mutmaßliche Sexualdelikte im Jahr 2011. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren aber ein.

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