Corona-Kooperation - Bayer will Curevac-Impfstoff produzieren

Der Bayer Standort in Wuppertal produziert demnächst Impfstoff

Der Impfstoff von Curevac befindet sich derzeit noch in der dritten Testphase, nach Unternehmensangaben nehmen daran 36.000 Probanden teil.

Der Pharmakonzern Bayer steigt in die Produktion von Covid-19-Impfstoffen ein. Alle weiteren Inhalte auf unserer Webseite und in der App "noz News" stehen Ihnen dann ebenfalls zur Verfügung.

Curevac-Chef Franz-Werner Haas sagte bei der Pressekonferenz, dass das Unternehmen über ein schon aufgebautes Produktionsnetzwerk bis Jahresende rund 300 Millionen Dosen herstellen könne. Das schwäbische Familienunternehmen will für jährlich 100 Millionen Curevac-Dosen drei von vier Fertigungsschritten übernehmen - mit Ausnahme der Abfüllung. Noch ist das Präparat im Entwicklungsstadium, im Sommer könnte es zugelassen werden und danach verimpft werden.

Curevac, seit August an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert, arbeitet wie der deutsche Konkurrent Biontech mit einem Wirkstoff auf Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA), die auch als Boten-RNA bezeichnet wird. Bei mRNA-Impfstoffen werden keine Krankheitserreger oder deren Bestandteile benötigt wie bei herkömmlichen Impfstoffen.

Haas betonte, der eigene Impfstoff könne auch eine Grundlage dafür sein, auch möglichen weiteren Pandemien Herr zu werden. Für das Jahr 2022 seien bisher 600 Millionen Dosen geplant gewesen.

Bereits Anfang Januar hatten Bayer und die Tübinger Biotechnologiefirma eine Kooperation zu bestimmten Dienstleistungen bekannt gegeben, nun wurde die Ausweitung der Zusammenarbeit auf die Herstellung bekannt gegeben.

Mit der Kooperation entspricht Bayer auch dem Wunsch aus der Bundespolitik, Deutschland als Impfstoff-Standort zu stärken.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßte die Zusammenarbeit beider Unternehmen. "Wir werden Impfstoffe brauchen über den Sommer hinaus", sagte Spahn.

Um etwas mehr Klarheit in die Angelegenheit zu bringen und möglicherweise Lösungen für eine Beschleunigung der Impfstofflieferungen zu beraten, trafen sich am Montagnachmittag (das Treffen dauerte zum Redaktionsschluss noch an) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Ministerpräsidenten der Länder, mehrere Bundesminister, Vertreter der EU-Kommission und die Impfstoffhersteller zu einem "Impfgipfel".

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