Einfamilienhaus: Linke-Chef Bernd Riexinger unterstützt Grünen-Kritik am Neubau

Ein Eigenheim am Stadtrand

Zuvor hatte Hofreiter dem Einfamilienhaus auf dem Land den Kampf angesagt.

Die Grünen hatten am Wochenende Vorwürfe zurückgewiesen, sie wollten den Neubau von Einfamilienhäuser pauschal verbieten.

Nach den Grünen hat sich auch die Linkspartei dafür ausgesprochen, den Neubau von Einfamilienhäusern zu reduzieren.

Zuvor hatte bereits Grünen-Fraktionschef Hofreiter in einem Interview des "Spiegel" gesagt, Einparteienhäuser verbrauchten zuviel Fläche, zuviel Baustoffe und zu viel Energie, zudem führten sie zu Zersiedelung. Stattdessen müssten Grundstücke so bebaut werden, dass mehr Wohnungen entstünden, "vor allem mehr bezahlbare Wohnungen". "Die Behauptungen sind falsch", sagte ein Fraktionssprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Das wird es auch in Zukunft geben - so wie Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser, Mietshäuser".

Wo aber was in einer Stadt neu gebaut wird - das entscheide die Kommune und nicht der Einzelne. Der Bezirk habe entschieden, Wohnraum für viele statt für wenige zu schaffen.

"Ich finde es richtig, dass die Gemeinde im Notfall auch enteignen darf, wenn Besitzverhältnisse unklar sind oder sich Erbengemeinschaften streiten und deshalb ein Dorfkern verödet oder Wohnraum nicht geschaffen werden kann", so der Grünen-Politiker.

Der "Bild" (Samstagausgabe) sagte der thüringische CDU-Landesvorsitzende Christian Hirte: "Hofreiter zeigt wieder einmal exemplarisch für die Grünen deren gestörtes Verhältnis zum Eigentum und der Lebensrealität im ländlichen Raum". "Statt Bürgerinnen und Bürger in DDR-Plattenbauten zu pferchen", müsse die Politik endlich mehr Menschen den Weg ins Eigenheim ebnen.

Der Sprecher betonte: "Wir unterstützen den Erwerb von Wohneigentum, setzen uns für günstige Mieten ein und fördern auch Sanierungen und ökologisches Bauen". Er hatte mehr Rechte für Kommunen gefordert.

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