Immunologen plädieren für Nachimpfung mit mRNA-Vakzin

Impfung

Laut einer repräsentativen Umfrage des "Hamburg Center for Health Economics" würde sich die Hälfte der Deutschen lieber für einen anderen Impfstoff entscheiden.

Dritte Impfung mit mRNA-Serum?

Spätestens ab dem vierten Quartal stünden mehr Impfdosen zur Verfügung als für eine zweifache Impfung der Gesamtbevölkerung nötig wären, argumentierte der Dortmunder Professor. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sprach sich wegen der geringeren Wirksamkeit in der "Rheinischen Post" gegen eine Astrazeneca-Impfung bei medizinischem Personal aus - die Probleme ließen sich nicht "wegdiskutieren".

Dies könne ohnehin wegen der Varianten des Coronavirus ratsam sein.

Nachdem Christian Drosten Astrazeneca nach der harten Kritik verteidigte, bezeichnete auch der Virchowbund der niedergelassenen Ärzte am Mittwoch (17. Februar) den Impfstoff als elementaren Baustein zum Weg aus der Pandemie.

Heinrich hielt dagegen: Jeder unter 65-Jährige, der nicht mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft werde, nehme einem Über-80-Jährigen aktuell das Vakzin von Biontech oder Moderna weg. "Ich gehe auch davon aus, dass wir Mehrfach-Impfstoffe bekommen werden".

Immunmediziner Watzl kritisierte in der "Augsburger Allgemeinen" die auch aus Ärztekreisen angefeuerte Debatte um das Vakzin des Biopharmaunternehmens und warnte vor Impfskepsis: "Zu sagen, der AstraZeneca Impfstoff wäre zweitklassig, ist sowohl wissenschaftlich als auch von der öffentlichen Wirkung völlig daneben".

Impfstoff
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Der Virologe Christian Drosten hatte mit Blick auf Astrazeneca gesagt: "Die Impfstoffe, die wir haben, die sind extrem gut gegenüber dem, was man erwarten konnte". Zuvor hatte bereits Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angesichts der Skepsis gegenüber dem Impfstoff von AstraZeneca eine Lanze für dessen Qualität gebrochen. Der Impfstoff sei "sicher und wirksam", sagte er.

Berlin Welcher Corona-Impfstoff wirkt wie gut?

Von 30.000 Dosen wurden bislang nur 990 gespritzt. Hintergrund ist, dass in Berlin Wahlfreiheit bezüglich des konkreten Impfstoffs herrscht - und AstraZeneca offenbar von vielen Menschen als zweitklassig wahrgenommen wird.

Allein in Nordrhein-Westfalen sollen hunderte Menschen zu einem Impftermin mit dem Stoff von Astrazeneca nicht erschienen sein.

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité hält grundsätzliche Bedenken für unbegründet. Das Vakzin schütze "nachweislich vor Ansteckung und es verringert das Risiko schwerer und tödlicher Verläufe", sagte der Präsident der Bundesärztekammer der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Deshalb rate ich allen impfberechtigten Beschäftigten in Kliniken und Praxen, die Möglichkeit für eine Corona-Schutzimpfung zu nutzen".

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