Ehemaliger KZ-Wächter nach Deutschland ausgeliefert | Brennpunkte

Gedenkstätte Neuengamme bei Hamburg

Die Vereinigten Staaten haben einen ehemaligen KZ-Wächter nach Deutschland ausgewiesen. Nach Angaben aus Justizkreisen wird der Mann, dem es gesundheitlich seinem Alter entsprechend gut gehen soll, noch am Flughafen von deutschen Ermittlern befragt, da die Oberstaatsanwaltschaft Celle einen Prozess wegen Beihilfe zum Mord gegen ihn anstrebt. Der 95-Jährige traf am Samstagvormittag am Flughafen Frankfurt (Main) ein, wie das Hessische Landeskriminalamt bestätigte. Die Verfahrenseinstellung sei "nicht in Stein gemeißelt", sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Er lebte zuletzt im Bundesstaat Tennessee. Laut der US-Justiz war Berger als Wachmann in einem Außenlager des Hamburger Konzentrationslagers Neuengamme nahe dem niedersächsischen Meppen eingesetzt und damit "aktiver Teilnehmer in einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte der Menschheit". Im Februar 2020 hatte ein Richter in den USA die Ausweisung angeordnet, im November 2020 lehnte eine Berufungsinstanz den Einwand des Betroffenen ab.

Schon Ende letzten Jahres verwarfen die US-Behörden alle Eingaben Bergers gegen seine Auslieferung nach Deutschland und betonten stattdessen, man biete Kriegsverbrechern keinen Schutz in den USA. Sie seien im Winter 1945 unter "grauenhaften" Bedingungen interniert gewesen und hätten "bis zur Erschöpfung und zum Tod" arbeiten müssen. Diese hatte im September 2020 die Ermittlungen gegen B. übernommen, im vergangenen Dezember aber "mangels hinreichenden Tatverdachts" vorerst eingestellt. Die eingestandene Bewachung von Gefangenen in einem Konzentrationslager, das nicht der systematischen Tötung der Gefangenen diente, reicht als solche für einen Tatnachweis nicht aus, hieß es damals zur Begründung. Die Ermittlungen hätten den Mann "nicht mit einer konkreten Tötungshandlung in Verbindung gebracht".

Laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" war B. Berger war 1959 nach Tennessee gezogen, bezog aber über Jahre weiter seine deutsche Rente. Seine Rolle im Unterdrückungssystem der Nazis wurde erst durch den Fund von Karteikarten in einem versunkenen Schiff in der Ostsee geklärt. Ein Auslieferungsantrag würde einen Haftbefehl voraussetzen.

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