Bidens Befehl: US-Luftangriffe gegen pro-iranische Milizen in Syrien

US-Präsident Joe Biden

Es war der erste offiziell bekannt gewordene Militäreinsatz unter dem Oberbefehl des neuen US-Präsidenten.

Die Luftangriffe seien eine "verhältnismäßige" Antwort auf jüngste Angriffe gegen US-Soldaten und deren internationale Partner im Irak gewesen. Ziel seien Infrastruktur und Einrichtungen von Milizen gewesen, die in Syrien operierten und die vom Iran unterstützt würden. "Ich bin stolz auf die Männer und Frauen in unseren Reihen, die diesen Angriff ausgeführt haben". Der Einsatz sende eine unmissverständliche Botschaft: Präsident Biden werde handeln, um das Leben von amerikanischen Mitarbeitern und Mitarbeitern der Militärkoalition zu schützen.

Laut Aktivisten wurden bei dem ersten US-Militärschlag unter Präsident Biden 17 Milizionäre getötet. Er nannte die Schiitenmiliz Kataib Hisbollah und die Miliz Kataib Sayyid al-Shuhada. Gleichzeitig seien die verhältnismäßigen Angriffe bewusst so durchgeführt worden, um "die Lage im Osten Syriens und dem Irak zu deeskalieren", erklärte Kirby weiter.

Die syrischen Staatsmedien äußerten sich bis zum Morgen nicht zu dem US-Angriff.

Der Fernsehsender CNN berichtete, bei dem Angriff seien einige Angehörige der Milizen getötet worden. Vorangegangen waren unter anderem Raketenangriffe auf US-Streitkräfte im Irak.

In den vergangenen Tagen und Wochen waren drei Mal Stellungen der USA im Irak unter Raketenbeschuss geraten. Die Militär-Koalition bestätigte, dass insgesamt 14 Raketen abgefeuert worden seien, von denen drei den Stützpunkt getroffen hätten.

Der Angriff auf die pro-iranischen Milizen kommt kurz nachdem Washington Teheran die Hand ausgestreckt hat und einen Kurswechsel anstrebt. Das Atomabkommen war 2015 zwischen dem Iran sowie den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China geschlossen worden.

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