Blumenläden und Gärtnereien dürfen ab 1. März wieder öffnen

Sebastian Gollnow  dpa

Zuvor hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits angekündigt, es würden Gärtnereien und Gartenmärkte geöffnet, um zu vermeiden, dass Kunden die Waren dicht gedrängt bei Lebensmittel-Discountern kaufen. Man sei irritiert angesichts der Kehrtwende des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Dienstag der dpa in Stuttgart. Laut Floristenverband gibt es in Baden-Württemberg rund 1.200 Blumenläden. Es habe keine Abstimmung Bayerns dazu gegeben, sagte der Sprecher auch mit Blick auf Shoppingtouristen, die nun möglicherweise über die Landesgrenze fahren. Außerdem verstehe man nicht, warum Söder mit den Öffnungsplänen nicht auf die Ministerpräsidentenkonferenz kommende Woche gewartet habe. Aber: "Hammer und Farbe verderben nicht so schnell". Man nehme den Beschluss zur Kenntnis. Auch körpernahe Dienstleistungen, wie die von Friseuren und Fußpflegern, dürfen von Montag an wieder erbracht werden. Für die Öffnung von Blumenläden ab Montag habe man noch Verständnis, da es sich um verderbliche Ware handle, sagte Hoogvliet.

Angesichts der frühlingshaften Temperaturen in Deutschland dürften die bayerischen Baumärkte einen wahren Ansturm erleben. Einzelunterricht in Musikschulen ist auch wieder möglich - außer Gesang und das Spielen auf Blasinstrumenten, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz nach der Kabinettssitzung mitteilte. Das Konzept Click&Meet, also Einkaufen nach Terminvergabe, könnte eine Perspektive sein. Bei den Einzelterminen gelte eine Maskenpflicht.

Ein Bild aus dem April 2020: Kunden warten in einem Baumarkt an der Kasse.

In Sachsen-Anhalt und Bayern öffnen die Baumärkte wieder. Neben den allgemeinbildenden Schulen sollen deshalb auch Sportschulen wieder öffnen dürfen.

Zuvor hatte die Bundesregierung angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen bei möglichen Lockerungen der bestehenden Regeln zur Vorsicht gemahnt. "Wir tendieren zu einer Öffnung am 1. März". Neben Kitas und Schulen verwies Seibert auch auf die Öffnung von Gartencentern und Baumärkten in mehreren Bundesländern sowie demnächst der Friseursalons.

Zu einzelnen Öffnungsschritten wie etwa in Bayern und Baden-Württemberg, äußerte sich unterdessen auch der Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralf Brinkhaus, kritisch: Der CDU-Politiker wünsche sich eine bundeseinheitliche Vorgehensweise. Das hat das Kabinett bei seiner Sitzung am Dienstag in München beschlossen.

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