Impfstoff Astrazeneca - Wirksamkeit nach erster Dosis belegt

Schüler und Schülerinnen sitzen in einem Klassenzimmer

Ein längerer Zeitraum zwischen den beiden Dosierungen des Astrazeneca-Impfstoffs könnte einer aktuellen Studie zufolge die Wirksamkeit verbessern. Impfstart im Nordwesten Berlins war am 10. Februar mit anfangs rund 200 Impfungen pro Tag. Experten raten jedoch dazu, sich in jedem Fall impfen zu lassen - auch mit dem AstraZeneca-Vakzin.

Das Impfteam erhalte immer wieder einige Anfragen zum Impfstoff, "jedoch sind die Dosen bisher kein Ladenhüter".

Deutschlands Kassenärzte haben gemahnt, Impfstoffe nicht ungenutzt liegenzulassen.

Für die Logistik und die Anwendung der Impfstoffe sei es leichter, "wenn man sagt, alle Impfstoffe, die zur Verfügung sind, können gleich eingesetzt werden bei allen Altersgruppen", betonte Wiedermann-Schmidt.

Doch zuvor bleibt die Frage, wie sich das Vertrauen der Impfwilligen in den Astrazeneca-Wirkstoff zurückgewinnen lässt.

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Der Astrazeneca-Impfstoff wird bundesweit vergleichsweise wenig genutzt: Laut Bundesgesundheitsministerium sind inzwischen mehr als 1,4 Millionen Dosen an die Länder geliefert worden - gespritzt wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Dienstag jedoch nur rund 239 000 Dosen.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) machte derweil den Bund und die Ständige Impfkommission (Stiko) für die geringere Akzeptanz des Astrazeneca-Impfstoffs in der Bevölkerung mitverantwortlich.

"Klar muss sein: Die übrigen Dosen müssen dann sehr schnell an die nächsten Impfwilligen vergeben werden, die der Algorithmus aus den Registrierten auswählt".

Die Regierung erlaubt, dass Impfwillige aus der niedrigeren Priorisierungsgruppe vorgezogen werden, wenn der Impfstoff sonst übrigbleibt oder weggeworfen werden müsste. Für das Impfzentrum in Tegel können deshalb ältere Berlinerinnen und Berliner keine Termine vereinbaren. Und auch Drosten hält das Astrazeneca-Präparat für deutlich besser als sein Ruf, wie er im NDR-Podcast "Coronavirus-Update" sagte. In Südafrika sind die geplanten Impfungen mit dem Mittel von AstraZeneca daraufhin sogar eingestellt worden. "Aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen", erklärt Straßmüller abschließend. In der Debatte über Lockerungen für geimpfte Personen zeigte sich Paulke-Korinek zurückhaltend.

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