Pläne von Extremisten: US-Behörden warnen vor neuem Angriff auf das Kapitol

Das Kapitol in Washnigton

Die US-Behörden haben mögliche Pläne von Extremisten für einen neuen Angriff auf das US-Kapitol an diesem Donnerstag (4. März) aufgedeckt.

Das Repräsentantenhaus sollte am Donnerstag über ein Gesetz zur Polizeireform debattieren und abstimmen. Eine Sprecherin der Parlamentskammer bestätigte, dass nach Mittwochabend keine weiteren Abstimmungen in dieser Sitzungswoche mehr anstünden.

Der Chef der US-Bundespolizei FBI, Christopher Wray, stufte den Sturm auf das Kapitol am Dienstag bei einer Anhörung im Justizausschuss des Senats als "inländischen Terrorismus" ein. "Wir haben Geheimdiensterkenntnisse erhalten, die mögliche Pläne einer identifizierten Miliz für ein Eindringen in das Kapitol am Donnerstag, den 4. März, zeigen", erklärte die Kapitol-Polizei am Mittwoch.

US-Medien berichteten übereinstimmend, die für Donnerstag geplante Sitzung des Repräsentantenhauses sei gestrichen worden. Die Kapitol-Polizei sei sich potenzieller Bedrohungen bewusst und darauf vorbereitet.

Anhänger des abgewählten und inzwischen aus dem Amt geschiedenen US-Präsidenten Trump hatten am 6. Januar während einer Sitzung des Kongresses das Kapitol gestürmt und dort Chaos und Verwüstung angerichtet.

Mindestens fünf Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben, darunter ein Polizist. Die Attacke war für den 4. März geplant - ein symbolträchtiger Tag für ultrarechte Verschwörungstheoretiker.

Bereits am Vorabend hatte die Kapitol-Polizei erklärt, die Sicherheitsvorkehrungen seien verschärft und die Zahl der eingesetzten Beamten rund um den Donnerstag erhöht wroden.

Trump hatte seine Anhänger kurz zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Sieg bei der Präsidentenwahl im November gestohlen worden sei. Da im Senat keine Zweidrittel-Mehrheit zustande kam, wurde Trump aber freigesprochen. Am 20. Januar dieses Jahres löste Joe Biden Trump im Weißen Haus ab.

Washington. Die Bedrohungslage in Washington sei nach dem Sturm auf das Kapitol vom 6. Januar und den folgenden Machtwechsel weiter hoch.

Vergangene Woche warnte die amtierende Chefin der Kapitol-Polizei, Yogananda Pittman, bei einer Kongressanhörung davor, die Sicherheitsvorkehrungen zurückzufahren.

Die Auswirkungen der Ereignisse am US-Kapitol sind bis ins Weiße Haus zu spüren.

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