Kassenärzte halten 20 Millionen Impfungen im Monat für möglich

Bild zu Impfung

Der bürokratische Aufwand für die Arztpraxen soll auf ein Minimum reduziert werden. Im April werde es deutlich mehr Impfungen geben, aber noch nicht in dieser Größenordnung.

Das Konzept aus Impfung und Frühtestung könne funktionieren, erklärte Gassen. Die Ärzte hier in Lippe wissen noch nicht, wie viel Impfstoff sie überhaupt haben werden. Dann würden zunächst die Hausärzte einbezogen, in einem weiteren Schritt dann die Betriebsärzte. Am Montag hatten sie sich bereits auf den Zeitraum Anfang April geeinigt. Anfangs soll offenbar auch in den Praxen nach Priorisierungsgruppen geimpft werden.

Bislang erfolgen die Impfungen vorrangig in Impfzentren, zudem gibt es mobile Impfteams. In einigen Ländern gibt es auch schon Modellprojekte für Impfungen in Praxen. Nur gut drei Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig geimpft. Etwa 7,9 Millionen Impfdosen wurden seit Start der Impfungen kurz vor dem Jahreswechsel verabreicht.

Wegen des vorerst knappen Impfstoffes gilt eine Reihenfolge bei den Impfungen - Priorität haben Ältere, Gesundheitspersonal mit hohem Ansteckungsrisiko und Menschen mit bestimmten Erkrankungen. Spahn sprach der Ärzteschaft sein Vertrauen bei der Einhaltung der Impfreihenfolge aus.

Bundesgesundheitsminister Spahn dämpfte die Erwartungen an eine Beschleunigung der Impfkampagne im April.

Bisher sind in der EU die Vakzine der drei Hersteller BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca zugelassen. Man habe das Zusatzpaket ausgehandelt, damit EU-Staaten in Corona-Hotspots impfen und ansteckendere Virusvarianten bremsen könnten.

Diese Ansicht teilt der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte nach der Mitteilung der EU an, dass die bayerischen Corona-Hotspots an der Grenze zu Tschechien kurzfristig noch einmal 100.000 zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen sollten.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält die Impfung von monatlich 20 Millionen Menschen ab April in den Arztpraxen für möglich. Eine Erstimpfung für die erwachsene Bevölkerung könne schon in der ersten Juni-Hälfte, die weitgehende Immunisierung Anfang August abgeschlossen sein, sagte Gassen der "Welt". Voraussetzung dafür sei aber ein rascher Nachschub an Impfstoffdosen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte davon gesprochen, allen erwachsenen Bürger bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot machen zu wollen.

Das Impfen in Hamburg soll Fahrt aufnehmen: Sobald genug Impfstoffe geliefert werden, könnte praktisch in jeder Hausarztpraxis der Stadt geimpft werden, sagte Verbandschefin Jana Husemann im Gespräch mit NDR 90,3. Haus- und Fachärzte wüssten am besten, welche ihrer Patienten besonders gefährdet seien.

Haus- und Betriebsärzte halten ein viel schnelleres Tempo beim Impfen für möglich, wenn sie endlich mit eingebunden würden. Die bundesweit 12.000 Werksmediziner könnten "pro Monat etwa fünf Millionen Beschäftigte impfen", sagte die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

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