Vorzeitiges Aus: Jogi Löw tritt nach EM als DFB-Coach zurück

Bundestrainer Joachim Löw

Das war's! Nach 15 Jahren ist im Sommer Schluss!

Löw habe darum gebeten, seinen ursprünglich bis zur WM 2022 laufenden Vertrag vorzeitig aufzulösen, so der DFB. Dem stimmte der DFB zu.

"Ich gehe diesen Schritt ganz bewusst, voller Stolz und mit riesiger Dankbarkeit, gleichzeitig aber weiterhin mit einer ungebrochen grossen Motivation, was das bevorstehende EM-Turnier angeht", wird Joachim Löw auf der Webseite zitiert.

Löw ist aktuell der dienstälteste Nationaltrainer der Welt. Er hatte das Amt von seinem damaligen Chef Jürgen Klinsmann übernommen und die DFB-Auswahl 2014 in Brasilien zum vierten WM-Triumph geführt.

Löw habe den deutschen Fußball über Jahre hinweg wie kaum ein anderer geprägt. "Dass er uns frühzeitig über seine Entscheidung informiert hat, ist hochanständig". "Er lässt uns als DFB somit die nötige Zeit, mit Ruhe und Augenmaß seinen Nachfolger zu benennen", so der 63-Jährige.

DFB-Präsident Fritz Keller sagt in einer ersten Reaktion: "Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung von Joachim Löw. Dankbar bin und bleibe ich gegenüber dem DFB, der mir und der Mannschaft immer ein optimales Arbeitsumfeld bereitet hat".

Bei der EM, die wegen Corona vom letzten auf dieses Jahr verschoben wurde, will Löw es noch einmal wissen: "Für die bevorstehende Europameisterschaft verspüre ich weiterhin den unbedingten Willen sowie große Energie und Ehrgeiz".

Oliver Bierhoff erinnert sich an die gemeinsame Zeit zurück: "Joachim Löw und ich haben fast 17 Jahre lang eng zusammengearbeitet". Der frühere Nationalspieler, der zunächst als Manager des DFB-Teams fungiert hatte, bedauerte Löws Entscheidung. "Persönlich werden wir verbunden bleiben", sagte Bierhoff. Für den EM-Sommer verbinde beide "weiterhin ein großes gemeinsames Ziel". Das teilte der DFB überraschend am Dienstag mit.

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (33) wurde von der Nachricht auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Leipzig überrascht. Eine traurige Nachricht. Er hat eine Epoche geprägt. Ich hoffe, dass seine Karriere beim DFB einen glorreichen Abschluss findet.

Als möglicher Nachfolger wird Klopp (53) gehandelt, der mit den Reds in der Premier League tief in der sportlichen Krise steckt. Zuletzt sorgte obendrein Löws Nichtberücksichtigung von Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng wiederholt für Kritik. Aber auch Hansi Flick (Bayern) werden gute Chancen nachgesagt.

Eine interne, aber derzeit eher unwahrscheinliche Lösung, wäre die Beförderung von Löws derzeitigem Co-Trainer Marcus Sorg (55).

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