Arzneimittelagentur EMA: Weg frei für Johnson & Johnson-Impfstoff

Biontech bis Johnson & Johnson Vier Corona Impfstoffe im Vergleich. Die von Astrazeneca und Johnson & Johnson sind sogenannte Vektorimpfstoffe

Die EU setzt große Hoffnungen auf das Präparat: Der Impfstoff ist der erste gegen CoV, von dem nur eine Dosis verabreicht werden muss. Außerdem kann das Vakzin bei Kühlschranktemperatur gelagert werden. Allerdings gibt es Befürchtungen, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig liefern könne.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA gab am Donnerstag grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Johnson & Johnson.

Die Wirksamkeit liegt nach Angaben der EMA bei etwa 67 Prozent.

Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt, Österreich würde davon 2,5 Millionen Dosen erhalten. Doch bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz in den Studien bei mehr als 85 Prozent - und das gilt auch für Ältere.

Die Experten der EMA hatten die Forschungs- und Test-Daten bereits seit Wochen nach dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren bewertet. Dabei werden Forschungsergebnisse geprüft, noch bevor alle Studien abgeschlossen sind und ein Zulassungsantrag gestellt wurde. Es sei gründlich und nach höchsten Sicherheitsstandards geprüft worden, erklärte die EMA. Bei einer bedingten Zulassung ist der Hersteller verpflichtet, auch danach noch Daten etwa zur Langzeitwirkung an die EMA zu übermitteln. Von Versuchspersonen wurden bisher nach Angaben des Herstellers milde Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Rötungen an der Einstichstelle gemeldet. So ist der Körper vorbereitet, wenn sich die Person mit dem Coronavirus anstecken sollte. "Angesichts der neuerlich steigenden Infektionszahlen und der Ausbreitung von Coronavirus-Mutationen ist die Zulassung des Impfstoffkandidaten von Janssen (der Pharmasparte von J&J, Anm.) ein weiteres, äußerst erfreuliches Signal".

Die Firma hatte zuvor einem Insider zufolge gesagt, dass es "unter Stress" stehe, das vereinbarte Lieferziel bis Ende Juni zu erfüllen, berichtete Reuters. Der Hersteller sicherte zu, dass er sich an die Absprachen halten und ab April liefern werde. Speziell zu dem US-Unternehmen wollte er sich aber nicht äußern.

Angesprochen auf mögliche Lieferverzögerungen von Johnson & Johnson räumte EU-Industriekommissar Thierry Breton am Dienstag allgemein Schwierigkeiten beim Hochfahren der Produktion der verschiedenen Hersteller ein. Bisher gibt es keine Angaben, bis wann diese zusätzlichen Dosen geliefert werden sollen. Die US-Regierung unterstützt den Deal finanziell.

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