Kreise: Hausärzte sollen ab Woche nach Ostern gegen Corona impfen

Kretschmer Sachsen bekommt 100 000 Biotech Impfdosen extra. Michael Kretschmer

Die Hausärzte in Deutschland sollen ab der Woche nach Ostern schrittweise stärker in die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus eingebunden werden. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am Freitag bei einer Telefonkonferenz beschlossen.

Zum Schutz vor dem Eintrag mutierter Coronaviren aus Nachbarstaaten bekommen fünf Bundesländer zudem zusätzliche Impfdosen.

Bund und Länder hatten am Freitag in einer Videoschalte über die Impfkampagne beraten. Vorgesehen ist die Möglichkeit, dass Länder bis zum kommenden Montag erklären, sich daran nicht zu beteiligen.

Die Menge der verfügbaren Impfstoffe für die Arztpraxen dürfte aber zunächst noch sehr überschaubar bleiben. In dem Beschlusspapier ist von etwa einem Impftermin pro Woche die Rede. Allerdings stehen dann nur knapp unter einer Million Impfdosen pro Woche zur Verfügung, bei etwa 50.000 Hausarztpraxen entspricht das rund 20 Dosen.

Nun sollen schon in der 14. Kalenderwoche, also direkt nach dem Osterwochenende voraussichtlich ab 6. April, Impfdosen an die Hausarztpraxen geliefert werden.

Merkel sagte nach dem Impfgipfel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer: "Wir wollen erreichen, dass wir ab dem zweiten Quartal so schnell wie möglich so flexibel wie möglich impfen können". "Die Devise lautet: Impfen, impfen, impfen". "Sie kann aber flexibel angewendet werden". Dem Beschluss zufolge soll Bayern 100.000 zusätzliche Impfdosen bekommen, Sachsen 100.000, das Saarland 80.000, Thüringen 30.000 und Rheinland-Pfalz 20.000 Dosen. Außerdem sollen die Grenzregionen zu Tschechien, Tirol und Frankreich Unterstützung in Form von zusätzlichen Impfdosen bekommen. Die restlichen 250.000 Zusatzdosen sind in der Woche nach Ostern für die Hausarztpraxen eingeplant.

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