Tage Hardcore-Lockdown mit geschlossenen Supermärkten!

Osterruhe

Die bestehenden Lockdown-Regeln werden bis zum 18. April verlängert.

Bund und Ländern vereinbarten zudem, dass in Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen weitergehende Schritte gegangen werden sollen.

Es gilt damit an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip "Wir Bleiben ZuHause", verdeutlicht die Bundesregierung in ihrem Beschluss.

Nach zähem Ringen und einer stundenlangen Unterbrechung haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -Präsidenten in der Nacht auf Dienstag auf das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie verständigt.

Lockerungen für den Amateursport gestoppt: Angela Merkel und Markus Söder nach den Verhandlungen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil rechnet als Teil des Oster-Lockdowns mit einem verpflichtenden Ruhetag für fast alle Arbeitnehmer an Gründonnerstag - auch wenn diese zu Hause arbeiten. Dann gelten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag wieder die Beschränkungen, die bis zum 7. März in Kraft waren.

Präsenzgottesdienste soll es an Ostern erneut nicht geben. Auch der Epidemiologe Dirk Brockmann vom Robert Koch-Institut (RKI) hält die Verschärfung der Corona-Maßnahmen über Ostern für sinnvoll. Kommt man aus einem "normalen" Risikogebiet, muss man sich erst 48 Stunden nach Ankunft in Deutschland testen lassen, was sich schwer kontrollieren lässt. Privat dürfen sich nur zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen.Zudem wurde der Lockdown bis zum 18. April verlängert. Paare sollen generell als ein Hausstand zählen. Kinder bis 14 Jahren sind von der Regelung ausgenommen.

Das gilt laut aktuellem Beschluss auch für die Osterzeit vom 1. bis zum 5. April. Die Länder regeln diese Fragen damit weiterhin in Eigenregie.

Ansammlungen im öffentlichen Raum werden dem Beschluss zufolge in dieser Zeit generell untersagt. Denn Hotels und Ferienwohnungen bleiben auch an Ostern in allen Bundesländern für Touristen geschlossen. Nur wenige Ausnahmen für Lebensmitteleinkäufe werden möglich gemacht und Impf- und Testzentren sollen offen bleiben.

Mehr Tests an Schulen: Bund und Länder wollen Corona-Tests für Schüler, Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte ausweiten und streben "baldmöglichst zwei Testungen pro Woche" an. Kirchen und Religionsgemeinschaft werden gebeten, an Ostern nur Online-Angebote für die Gläubigen zu machen und auf Gottesdienste vor Ort zu verzichten. Eventuelle Öffnungsschritte nach dem am 3. März vereinbarten Fahrplan sollen frühestens am 6. April greifen. Über Ostern soll ganz Deutschland möglichst stillstehen. Bund und Länder appellieren aber an die Fluggesellschaften, keine zusätzlichen Flüge mehr für die Osterferien anzubieten. Anfang April sollen die Wirtschaftsberichte Bericht erstatten, wie viele Unternehmen sich beteiligen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters will das Bundesinnenministerium vorschlagen, dass der Gründonnerstag als ein arbeitsfreier Sonntag eingestuft wird.

Zur Organisation des weiteren Betriebs von Schulen und Kitas, etwa zu möglichen Schließungen oder anderen Einschränkungen trafen Merkel und die Ministerpräsidenten keine konkreten Vereinbarungen. Für Rückkehrer aus ausländischen Gebieten mit hohen Infektionszahlen oder mit einer starken Verbreitung von Virusvarianten gibt es schon eine Quarantänepflicht.

Um die Infektionsdynamik zu brechen, wollen die Länder und der Bund den Gründonnerstag und den Karsamstag zu sogenannten Ruhetagen erklären.

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