Masken-Affäre: Ein Beschuldigter in Untersuchungshaft | BR24

Ein Mitarbeiter eines Unternehmens prüft und stapelt in einem Werk zuvor gefertigte medizinische Masken

Für die Vermittlung von Schutzmasken an Ministerien sollten Unionspolitiker und mehrere Geschäftsleute mehrere Millionen Euro als Provision erhalten haben.

Nach wochenlangen Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschat München ist in der Masken-Affäre ein Beschuldigter festgenommen worden. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen und der Bayerische Rundfunk. Das Oberlandesgericht habe auf Antrag wegen eines dringenden Tatverdachts und des Vorliegens eines Haftgrundes am Mittwoch einen Untersuchungshaftbefehl erlassen, dieser sei am Donnerstag vollzogen worden, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Weitere Details nannten die Ermittler nicht. Dies könnte etwa Fluchtgefahr oder Verdunkelungsgefahr sein. Darüber hinaus seien zwischenzeitlich "in größerem Umfang vermögenssichernde Maßnahmen veranlasst" worden. Darunter sind der aus der CSU ausgetretene Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein und der langjährige CSU-Landtagsabgeordnete Alfred Sauter, der inzwischen aus der Fraktion ausgetreten ist.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen mindestens fünf Beschuldigte wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern.

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