Pressekonferenz des US-Präsidenten: Biden verdoppelt Impfziel

Joe Biden  - US-Präsident Joe Biden spricht bei der ersten formellen Pressekonferenz seiner Amtszeit im East Room des Weißen Hauses

Jänner versprochen, dass in seinen ersten 100 Tagen als Präsident mindestens 100 Millionen Impfungen verabreicht werden sollten.

Das sei ein ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel, sagte Biden am Donnerstag bei seiner ersten formellen Pressekonferenz im Weißen Haus. "Ich glaube, wir können das schaffen". Deswegen setze ich ein zweites Ziel: "Wir werden an meinem hundertsten Tag im Amt 200 Millionen Spritzen in die Arme der Amerikaner gesetzt haben!" "Ich will für eine Wiederwahl antreten", sagte der heute 78-Jährige.

Erstmals seit seinem Einzug ins Weiße Haus stellt sich Joe Biden ausführlich Fragen von Journalisten. "Sie ist eine großartige Partnerin".

Ob er 2024 gegen seinen Vorgänger Donald Trump antreten würde, wisse er nicht, sagte Biden bei der Pressekonferenz.

Biden hatte vor seinem Amtsantritt am 20.

Biden wies Vorwürfe im Zusammenhang mit der zunehmenden Zahl von Migranten an der Südgrenze der Vereinigten Staaten zurück. Aus humanitären Gründen würden unbegleitete Minderjährige aber nicht zurückgewiesen. Er werde nicht dabei zusehen, wie Kinder auf der anderen Seite der Grenze verhungerten, sagte der Präsident. Er verwies zugleich darauf, dass 70 Prozent der minderjährigen Migranten mindestens 16 Jahre alt seien.

In der Außenpolitik machte Biden deutlich, dass er den Streit über das nordkoreanische Atomprogramm als wichtiges Problem sieht. Das abgeschottete Land hatte Stunden vor Bidens Auftritt zwei mutmaßliche Raketentests vorgenommen. Dies sei ein Verstoß gegen UN-Sanktionen gewesen. Er warnte, falls Nordkorea den Konflikt weiter eskalieren lassen sollte, "werden wir entsprechend antworten". Seine Regierung werde jedoch darauf bestehen, dass China sich an die internationalen Regeln für fairen Wettbewerb und fairen Handel halte. "Aber kein anderes Land der Welt ist überhaupt dem nahe gekommen". "Wir werden gehen", betonte Biden. Mit Blick auf den mit den militant-islamistischen Taliban vereinbarten Abzug der Truppen aus Afghanistan bis zum 1. Mai sagte Biden allerdings: "Es wird schwierig, die Frist zum 1. Mai einzuhalten". "Die Frage ist nur, wann wir gehen". "Es ist nicht meine Absicht, dort für eine lange Zeit zu bleiben".

Er denke nicht, dass sich die US-Armee im kommenden Jahr noch in Afghanistan befinden werde, sagte der Präsident laut der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir beraten uns mit unseren Verbündeten und Partnern, und es wird Reaktionen geben", meinte der Präsident.

Nach einem schleppenden Start hatte die Impfkampagne in den Vereinigten Staaten schnell Fahrt aufgenommen.

Gut 85 Millionen Menschen erhielten in den USA mindestens die erste Dosis, 46,3 Millionen gelten bereits als voll geimpft. Derzeit werden täglich zwischen zwei und drei Millionen Impfstoffdosen gegeben.

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