Coronavirus - Verschwörungsideologe Attila Hildmann hat sich offenbar in die Türkei abgesetzt

Attila Hildmann spricht vor der russischen Botschaft in Unter den Linden bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen

Corona-Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann wird wegen Volksverhetzung per Haftbefehl gesucht.

Die Polizei sucht derzeit mit einem Haftbefehl nach Attila Hildmann. Alle weiteren Inhalte auf unserer Webseite und in der App "noz News" stehen Ihnen dann ebenfalls zur Verfügung.

Mit einer zeitnahen Vollstreckung des gegen ihn gerichteten Haftbefehls wegen Volksverhetzung, öffentlicher Aufforderung zu Straftaten und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sei "nicht zu rechnen", erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Umzugsunternehmen räumten das Haus leer. Der Hausherr ließ sich beim Auszug nicht blicken: Per Messenger-Dienst "Telegram" hatte er zuvor mitteilen lassen, dass er sich im "Urlaub" befindet. Wo?

Mehrfach postet er die Türkeiflagge und sogar ein Foto von sich vor einer Türkeiflagge. Hildmann hat nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft beide Staatsangehörigkeiten. Seinen Personalausweis wolle er aber bald zurückgeben, heißt es auf dem Twitter-Kanal des 39-Jährigen.

Nun geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich der ehemalige TV-Koch in der Türkei aufhält.

Grund für sein Abhauen sei aber nicht der Haftbefehl, so Hildmann. Von Hildmann, der als veganer Koch Karriere gemacht hatte und sich im Zuge der Corona-Krise radikalisierte, wurden Mitte November Mobiltelefone, Computer, Festplatten und Speicherkarten beschlagnahmt. Offenbar zu spät: Hildmann hat sich abgesetzt. Er fällt regelmäßig durch antisemitische und rechtsextremistische Äußerungen auf.

Fakt ist: Bei der Berliner Staatsanwaltschaft liegen derzeit mindestens 1000 Anzeigen gegen Hildmann wegen Volksverhetzung und Beleidigung, die jede einzeln auf ihren strafbaren Gehalt überprüft werden muss.

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