Thüringen - Thüringer CDU-Politiker Hauptmann aus Partei ausgetreten

Mark Hauptmann spricht im September 2020 im Bundestag

Die Thüringer Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Hauptmann wegen des Verdachts der Bestechlichkeit von Mandatsträgern im Zusammenhang mit Maskengeschäften. "Ich habe geholfen, aber keine Provision erhalten."Dass er dennoch sein Bundestagsmandat abgegeben hat, begründete Hauptmann mit Anfeindungen gegen ihn: "Ich möchte meine Familie schützen". Die Vorwürfe hielt er damals noch für Vorurteile und Falschmeldungen.

Nach seinem Rückzug aus dem Bundestag ist der CDU-Politiker Mark Hauptmann im Zusammenhang mit der Maskenaffäre auch aus der Partei ausgetreten. Eine Woche später tritt er trotzdem zurück, als "Der Spiegel" über seine bezahlte Lobbydienste an Aserbaidschan berichtete. Grafiken oder Tabellen) und Sozialen Netzwerke (z.B. Bis der Verdacht sich erhärtet, gilt gegenüber Hauptmann die Unschuldsvermutung.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Hauptmann mehrmals Provisionen von einer Maskenfirma erhalten haben soll. Es geht um ein Unternehmen, für die der ehemalige CDU-Abgeordnete bei Abnehmer geworben hat. Die Summe soll im Februar 2021 an Hauptmanns Beratungsfirma überwiesen worden sein.

Am 1. Dezember 2020 soll diese Firma an TY Capital, ein Unternehmen in Frankfurt, eine Rechnung über 957.000 Euro ausgestellt haben. Dem Politiker wird vorgeworfen Corona-Schutzmasken vermittelt zu haben und dafür eine Provision einer Frankfurter Firma bekommen zu haben.

Doch die Details der Rechnung seiner Firma verraten eine neue Dimension des Hauptmann-Skandals. Wie genau die Geschäfte im Wert von 7,5 Millionen Euro liefen, will die Generalstaatsanwaltschaft nun aufdecken.

Bisher fanden sich nach SPIEGEL-Informationen Anzeigen aus Aserbaidschan für 16.744 Euro, Taiwan für 24.000 Euro und Vietnam für 12.620 Euro. Hauptmann hatte erst im vergangenen Jahr eine mutmaßliche Briefkastenfirma namens "Hauptmann Global Consult" in Zossen (Brandenburg) gegründet, deren Gegenstand unter anderem die "Vermittlung von Aufträgen" ist. Die Ermittler prüfen, ob es hierbei um Bestechungsgelder ging.

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