Sommerzeit 2021 - Darum wird immer noch an der Uhr gedreht

Nicht vergessen: Heute Nacht wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt

Wunstorf (red). Lockdown, Corona-Chaos, aber auf die Zeitumstellung kann man sich verlassen: Heute Nacht ist es wieder einmal so weit, die Uhren werden auf Sommerzeit umgestellt. Er ist gesundheitspolitischer Sprecher der EVP, der größten Fraktion im EU-Parlament.

Einigen sich alle auf die "Winterzeit", würde es in der polnischen Hauptstadt Warschau im Sommer schon mitten in der Nacht um 2.30 Uhr langsam hell werden, die Sonne ginge im Juni um 3.15 Uhr auf.

Die Sommerzeit endet am kommenden Wochenende. Sie endet am 31. Oktober 2021, wenn die Uhren wieder auf Winterzeit gestellt werden. Da war doch was... Und wie es mit der Zeitumstellung in der EU weitergeht, ist nach wie vor völlig unklar. Daraus ist aber bislang nichts geworden.

Wie kam es seinerzeit zum EU-Beschluss? Denn die Zeitumstellung wurde eingeführt, damit die Menschen weniger Strom und Energie verbrauchen, also das Tageslicht länger nutzen können.

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland hat den Glauben an eine Einigung in der EU bereits verloren: 63 Prozent der Befragten haben das Projekt auf absehbare Zeit abgeschrieben, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergeben hat.

Wer war dafür, wer dagegen?

Nicht vergessen: Heute Nacht wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt

Die Mehrheit der Menschen würde lieber auf die Zeitumstellung verzichten, weil die "innere Uhr", die den Stoffwechsel und den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert, durcheinandergebracht gebracht wird.

Warum sind so viele gegen die Zeitumstellung? Der Körper braucht für die Umgewöhnung bis zu drei Tage.

Durch Umstellung auf Sommerzeit drohe hingegen ein Schlafmangel, der zu Konzentrations- und Leistungseinbußen sowie mehr Unfällen führe. Und das, obwohl das Europaparlament sich dafür ausgesprochen hatte, die Zeitumstellung abzuschaffen beziehungsweise die Entscheidung darüber den Staaten selbst zu überlassen. Bereits 2019 sollte nicht mehr an der Uhr gedreht werden. Die Kommission habe noch keine Folgenabschätzung vorgelegt - die sei aber nötig, um das Thema im Rat "zielführend" zu behandeln. 2021 solle das geschehen, hieß es damals (voreilig). Von EU-Diplomaten hieß es, es gebe sehr viele andere Themen, die drängender seien als die Zeitumstellung.

Es fehlt noch immer die Zustimmung vom EU-Rat.

Ein zentrales Problem ist, dass auch die Staaten, die für die Abschaffung der Zeitumstellung sind, noch überlegen, ob danach für sie die Sommerzeit oder die normale Mitteleuropäische Zeit - MEZ - gelten soll. Auch der Deutsche Lehrerverband fürchtet für den Fall einer dauerhaften Umstellung auf Sommerzeit gesundheitliche Gefahren für Schüler. In Deutschland hätte das zur Folge, dass es im Winter erst gegen neun Uhr morgens hell werden würde.

Werden wir auch 2022 an der Uhr drehen müssen? .

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