Astra Zeneca in Deutschland nur mehr für Menschen ab 60 empfohlen

Drei vorbereitete Spritzen mit dem Corona Impfstoff Astra-Zeneca

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Corona-Impfung mit Astra-Zeneca nur noch für über 60-Jährige.

Dann wird wieder geimpft; und jetzt, da weitere Fälle aufgetreten sind und Risiken wieder schärfer in den Blick kommen, wird geraten, das Astra-Zeneca-Vakzin nur noch an Menschen über sechzig Jahre zu verimpfen.

Deutschland - und zahlreiche andere Staaten - hatten die Impfung mit dem Astrazeneca-Stoff im März vorübergehend ausgesetzt, weil mehrere Fälle mit Thrombosen (Blutgerinnseln) in den Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung gemeldet wurden.

Bremen wird sich den Vorschlägen aus Berlin wohl anschließen: "Wir warten auf entsprechende Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und des Bundesgesundheitsministeriums", erklärte Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts, vor der Empfehlung. Das Präparat biete einen sehr guten Impfschutz. Das Land wolle nun die Beratungen auf Bundesebene und Stellungnahmen der Fachleute wie des Paul-Ehrlich-Instituts abwarten.

"Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind", sagte die Sprecherin der Klinik, Manuela Zingl, am Dienstag.

Auch die landeseigenenen Kliniken von Vivantes setzen die Impfungen mit dem umstritten Astrazeneca bei ihren Mitarbeiterinnen unter 55 Jahren aus, wie gegenüber B.Z. bestätigt wurde. Mittlerweile wird der Impfstoff wieder verabreicht.

Der Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen hatte bereits am Montag die Corona-Schutzimpfung von Frauen unter 55 mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vorläufig gestoppt. Beide hatten laut Kreis eine Sinusvenenthrombose erlitten. Bis Montagmittag (29.3.) waren dem Institut 31 Fälle gemeldet worden; in 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen war der Ausgang tödlich, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut in Langen berichtete. Diese seien vier bis 16 Tage nach der Impfung ganz überwiegend bei Personen im Alter unter 60 Jahren aufgetreten. Laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts wurden bis einschließlich Montag 2,7 Millionen Erstdosen und 767 Zweitdosen von Astrazeneca verimpft.

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