Corona-Pandemie - Biontech und Pfizer peilen Ausweitung der Impfstoffproduktion an

Ein leeres Injektionsfläschchen des Impfstoffs gegen Corona von Biontech  Pfizer

So stieg der Umsatz in dem Ende Dezember abgeschlossenen Geschäftsjahr auf 482,3 Millionen Euro nach 108,6 Millionen im Jahr davor. Vor wenigen Tagen hatte es zwei positive Nachrichten für Biontech gegeben: Zum einen erleichterte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) die Bedingungen für Transport und Lagerung des Corona-Impfstoffes, den Biontech gemeinsam mit seinem US-Partner Pfizer herstellt. Dadurch wurde unter dem Strich ein Gewinn von 15,2 Millionen Euro erzielt, nach einem Verlust von 179,2 Millionen im Jahr 2019.

Der Mainzer Corona-Impfstoffhersteller Biontech legt an diesem Dienstag seine Ergebnisse für das vierte Quartal vor. Für 2021 stehen Bestellungen für 1,4 Milliarden Dosen in den Büchern. Bislang war von 2 Milliarden Dosen die Rede. So lagen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr bei 645 Millionen Euro (Vorjahr: 226.5 Millionen Euro). Biontech führe weitere Gespräche mit potenziellen Partnern. Die größten Kunden sind die EU mit 500 Millionen bestellten Dosen plus eine Option auf weitere 100 Millionen, danach folgen die USA mit 300 Millionen Dosen. "Der Anstieg wurde hauptsächlich ermöglicht durch verbesserte Herstellungsprozesse, die Inbetriebnahme von Biontechs Produktionsstätte in Marburg, die Zulassung der Entnahme einer sechsten Impfdosis sowie durch die Erweiterung unseres Hersteller- und Lieferantennetzwerks", erklärte das Unternehmen.

Unternehmenschef Şahin kündigte an, die Entwicklung neuer Formulierungen und Impfstoffe gegen Virusvarianten voranzutreiben. Vor Kurzem startete eine Studie zur Nutzung des Covid-19-Impfstoffs bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis zwölf Jahren.

Biontech ist ein vergleichsweise neues Pharmaunternehmen, das sich ursprünglich etwa auf die Entwicklung neuartiger Krebstherapien spezialisierte. Inzwischen gibt es mehrere weitere Präparate. Neben dem Produkt von Biontech und Pfizer handelt es sich um Wirkstoffe der Pharmaunternehmen Moderna, Astrazeneca sowie Johnson & Johnson.

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