Einigung für Metallindustrie: Corona-Prämie und Sonderzahlung | BR24

Arbeiter im Stahlwerk der Salzgitter AG in Salzgitter | REUTERS

Arbeitgeber und IG Metall haben sich Dienstagmorgen auf einen neuen Tarifvertrag für NRW geeinigt. Die Einigung gilt als Pilotabschluss, dessen Kernbestandteile voraussichtlich in den anderen Regionen übernommen werden. Für die Unternehmen gebe es in diesem Jahr keine zusätzliche Belastung, sagte er bei einer Online-Presse-Konferenz nach dem Ende der zehnstündigen Verhandlungen.

Ab Juli erhöhen sich laut dem Tarifvertrag die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,3 Prozent. In der Metall- und Elektroindustrie sind rund 3,8 Millionen Menschen beschäftigt. Sie umfasst unter anderem Schlüsselbranchen wie den Fahrzeug- und Maschinenbau. Diese Erhöhung wird zunächst für acht Monate angespart und dann im Februar 2022 in Form von 18,4 Prozent als Summe an die Beschäftigten ausgezahlt. Das sei ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zu einem sicheren Umbau der Unternehmen im Strukturwandel. Wandeln Betriebe dann noch das bereits bestehende tarifliche Zusatzgeld (T-ZUG A) und weitere Elemente in Zeit um, bekommen die Beschäftigten bei einer kollektiven Arbeitszeitabsenkung von 35 auf 32 Stunden gut 34 Stunden bezahlt. Damit sei auch eine 4-Tage-Woche möglich. Es handele sich um "freiwillige Angebote", die unternehmerische Freiheit bleibe erhalten.

Die Arbeitgeber konnten für Betriebe in Schwierigkeiten eine Regelung zur automatischen Streichung einer in einem früheren Tarifvertrag vereinbarten Zusatzzahlung durchsetzen. Diese wiederkehrenden Zahlungen können zur Beschäftigungssicherung in Freizeit umgewandelt werden.

Die Gewerkschaft war mit der Forderung nach einer Tariferhöhung im Volumen von vier Prozent in die Verhandlungen gegangen. Er schaffe einen Rahmen für firmenbezogene Verbandstarifverträge zur Gestaltung der Transformation in der Metall- und Elektroindustrie.

Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen, Arndt G. Kirchhoff, bezeichnete den Tarif-Kompromiss als "ein von Fairness, Vernunft und Weitsicht geprägtes Ergebnis in einer außergewöhnlich schwierigen Wirtschaftslage".

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