Syrien - Internationale Geberkonferenz zur Unterstützung von Flüchtlingen

Syrien Deutschland plant Milliardenhilfe für Flüchtlinge. Flüchtlingslager im syrischen Idlib Mehr als 2,5 Millionen Kinder können im Bürgerkriegsland nicht zur Schule gehen

Die Bundesregierung wird deutlich mehr als eine Milliarde Euro für die humanitäre Hilfe im Zusammenhang mit dem Krieg in Syrien zur Verfügung stellen.

Am Montag beginnt eine von der EU und der UNO organisierte Konferenz zur Unterstützung syrischer Flüchtlinge. Vor einem Jahr hatte Deutschland bei der Vorgängerkonferenz 1,6 Milliarden Euro zugesagt. Innerhalb Syriens sind 6,7 Millionen Menschen geflohen. Die eigentliche Geberkonferenz auf Ministerebene findet am Dienstag statt. Die Gelder sind unter anderem für Nahrungsmittel, medizinische Hilfen und Schulbildung für Kinder vorgesehen.

Am Abend sollten die gesammelten Zusagen für die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien und deren Aufnahmeländer bekanntgegeben werden. Die Vereinten Nationen hoffen auf Zusagen in Höhe von umgerechnet rund 8,5 Milliarden Euro. Auch bei der diesjährigen Brüsseler Konferenz werde man voranschreiten und andere Länder ermutigen, sich ebenfalls großzügig zu engagieren. Viele hätten das bereits getan. "Das brutale Assad-Regime geht leer aus".

Der Konflikt in Syrien dauert mittlerweile seit dem Jahr 2011 an. Umstritten ist, wie vom Regime kontrollierte Gebiete zu behandeln sind.

► Nach UN-Angaben litten zuletzt 12,4 Millionen Menschen und damit fast 60 Prozent der Bevölkerung unter Hunger. Die Zahl der Menschen, die ohne Ernährungshilfe nicht überleben können, verdoppelte sich innerhalb eines Jahres.

Die Linkenpolitikerin Sevim Dagdelen forderte dagegen die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Syrien. Der Assad-Regierung fehlt Geld, um den Wiederaufbau selbst zu bezahlen. Die humanitäre Lage in dem Bürgerkriegsland sei eine Katastrophe, sagte Caritas-Präsident Peter Neher zum Start der Konferenz der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen gezielte Wiederaufbaumaßnahmen zulassen, auch in Gebieten unter Kontrolle des Regimes", sagte der Caritas-Präsident.

Die EU lehnt dies bislang allerdings ab, weil sie die Herrschaft von Baschar al-Asssad nicht unterstützen will. Sie ist dazu nur bereit, wenn es greifbare Fortschritte hin zu einer politischen Lösung gibt.

Neher verwies auf die zerstörte Infrastruktur. "Wir wollen den Menschen helfen, dass sie wieder ein Dach über dem Kopf haben", sagte er.

Gezielte Wiederaufbaumaßnahmen könnten das Leben der Menschen verbessern, "ohne dass man das als Freibrief für das Regime sehen kann".

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