Fast 25.000 Corona-Neuinfektionen

Polizeipräsenz im vollen Park am Gleisdreieck in Berlin

Das waren 7,3 Prozent oder 1.643 Fälle mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche.

Berlin | Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.051 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zwischen 8. und 14. März, als in Deutschland wöchentliche Gratis-Schnelltests eingeführt wurden, ging nach RKI-Angaben bei 4,4 Prozent der laborbestätigten PCR-Tests ein positiver Schnelltest voraus.

Außerdem meldete das RKI nun 201 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.833.173 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

Straßenszene in Istanbul
Straßenszene in Istanbul Bild Imago Ihsan Sercan Ozkurnazli

Auf die Schnelltests ist die steigende Zahl an gemeldeten Neuinfektionen nach RKI-Erkenntnissen bisher dagegen nicht sonderlich zurückzuführen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 76.543. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.103 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 158 Todesfällen pro Tag (Vortag: 161). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen. Alle in Deutschland verfügbaren Impfstoffe schützen nach Angaben des Robert Koch-Instituts jedoch sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7 und auch vor schweren Erkrankungen durch zwei andere Varianten. Sie habe mittlerweile einen Anteil von 88 Prozent erreicht.

Die Verbreitung der Mutation sei besorgniserregend, weil sie nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender sei und vermutlich schwerere Krankkeitsverläufe verursache. Nach seinen Angaben schützen die Impfstoffe jedoch in beiden Fällen vor einem schweren Covid-19-Verlauf. In rund 0,1 Prozent der B.1.1.7-Proben wurde jedoch die zusätzliche Mutation E484K nachgewiesen, die die Wirkung der Antikörper des Immunsystems abschwächt. Beide Varianten können die Wirkung der Antikörper des Immunsystems etwas vermindern.

Der Anstieg der Neuinfektionen auch durch die Variante B 1.1.7. wird laut RKI zu "deutlich" mehr Patienten in Kliniken führen.

Die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 breitet sich rasch in Deutschland aus. Demnach ähnele die neue Variante der südafrikanischen. Laut Paulo Menezes, Direktor des Coronavirus-Notfallzentrums von São Paulo, habe die Patientin angegeben, in jüngster Zeit keine Reisen innerhalb oder außerhalb Brasiliens unternommen zu haben.

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