Spahn: "Entweder man lässt sich impfen oder man bekommt das Virus"

Mecklenburg-Vorpommern Neubukow In seiner Hausarztpraxis impft Stefan Zutz eine Patientin mit dem Corona Impfstoff von AstraZeneca. | dpa

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Beginn der Corona-Impfungen auch durch Hausärzte in der Woche nach Ostern als "den nächsten Schritt dieser Impfkampagne" bezeichnet.

Die Impfungen in den Arztpraxen sollen nach Ostern beginnen - das kündigte Gesundheitsminister Spahn an. Man könne 940.000 Dosen liefern, die dann auch verimpft würden. Parallel sollen die Impfzentren der Länder 2,25 Millionen Dosen pro Woche bekommen. Ende April seien mehr als drei Millionen Dosen pro Woche für die Praxen vorgesehen. Der Impfstoff gehe vom Bund an den Großhandel und dann über die Apotheken an die Praxen. "Dafür müssen und sollten wir uns Kapazitäten sichern als Europäische Union - wenn dort nicht zügig, dann national". Gestartet werden soll mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer. Ab der Woche vom 19. April seien Biontech und Astrazeneca vorgesehen, danach Biontech, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Spahn rief Bürger, die schon Termine in Impfzentren haben, dazu auf, diese auch wahrzunehmen.

Mit dabei ist auch der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen.

Das gelte auch für Mutationen des Coronavirus, durch die eine Anpassung der zugelassenen Covid-Impfstoffe nötig werden könnte, sagte Spahn.

Pressekonferenz zur Corona-Impfstrategie am 1. April: Was sagte Jens Spahn? Von den bundesweit bislang 13,8 Millionen verabreichten Impfdosen stammten demnach 10,3 Millionen von Biontech, weitere um die 40 Millionen Dosen würden nach bisheriger Planung im zweiten Quartal erwartet. Niemand könne ausschließen, dass nicht auch Folgeimpfungen zur Auffrischung nötig seien. Wir müssen uns Kapazitäten sichern auch für mögliche Drittimpfungen oder Viertimpfungen. Genauso wichtig seien aber eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen auf Dauer für die 20er Jahre, sagte er. "Da ich, ohne mich mit einem Arzt intensiv beraten zu haben, dieses Risiko bei mir nicht erkenne, wäre ich persönlich bereit dazu".

Spahn bezog sich auf die ProSieben-Sendung "Joko & Klaas Live" vom Mittwochabend, in der über sieben Stunden ohne Werbeunterbrechung mit Hilfe einer Bodycam in Echtzeit die Schicht einer Pflegerin an der Uniklinik Münster gezeigt wurde. "Wir wollen und werden uns auch über 2021 hinaus entsprechende Kapazitäten sichern", sagte er.

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