Corona-Neuinfektionen und 232 weitere Todesfälle

Coronavirus

Mehr als 11,5 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen, wie aus offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. "Diese Varianten kommen nur dann hoch, wenn wir in der Bevölkerung schon eine Immunität haben". Die Rate der positiven Tests stieg deutlich von 7,91 auf 9,33 Prozent. Aktuell hat sie nach der aktuellsten RKI-Analyse bereits einen Anteil von 88 Prozent im Infektionsgeschehen erreicht. Die Verbreitung dieser Variante sei besorgniserregend, weil sie "nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender ist und vermutlich schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten".

Alle in Deutschland verfügbaren Impfstoffe schützten nach RKI-Angaben jedoch sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7 und auch vor schweren Erkrankungen durch zwei andere Varianten. Es lasse sich "keine Verzerrung der Anzahl PCR-positiver Testergebnisse durch eine übergroße oder stark ansteigende Anzahl von positiven Antigentests nachweisen". Zwischen 8. und 14. März, als in Deutschland wöchentliche Gratis-Schnelltests eingeführt wurden, ging nach der Analyse des Bundesinstituts bei 4,4 Prozent der laborbestätigten PCR-Tests ein positiver Schnelltest voraus. Vor genau einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen bei 21 573. In der Woche zuvor waren es 1,36 Millionen. Die Zahl der positiven Tests sei jedoch in jeder der beiden Wochen um über 20.000 gestiegen. Daraufhin soll ein PCR-Test erfolgen. Selbsttests für zu Hause sind nicht meldepflichtig. Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich auf 134,2 von 132,3 am Mittwoch.

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 18.129 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Auf die Schnelltests ist die steigende Zahl an gemeldeten Corona-Neuinfektionen nach RKI-Erkenntnissen kaum zurückzuführen. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 120 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 22.657 Neuinfektionen und 228 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.873.190 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,83 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Virus getestet.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert wird laut RKI-Lagebericht mit 1,03 angegeben. Hatte der Wert am 12. März noch bei 72,4 gelegen, gab ihn das RKI am Freitag mit 134,0 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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