Wanderwitz: Maaßen-Kandidatur für Bundestag "Irrsinn"

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, hat die Absicht des früheren Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, für die CDU für den Bundestag zu kandidieren, in scharfer Form kritisiert. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sei die Kandidatur bei einer digitalen Schaltkonferenz der Thüringer CDU-Spitze beschlossen worden. Er wolle für den Wahlkreis 196 in Südthüringen antreten, bestätigte Maaßen.

Dort war 2017 Mark Hauptmann in den Bundestag gewählt worden. Gegen den 36-Jährigen läuft allerdings ein Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Thüringen im Zusammenhang mit der Maskenaffäre der Union.

Er habe seine Bereitschaft dazu erklärt, sagte Maaßen dem Online-Portal "Tichys Einblick". 2018 war er nach relativierenden Äußerungen über rechtsextreme Ausschreitungen in Chemnitz in die Kritik geraten und in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Später sprach er zudem von "linksradikalen Kräften" in der SPD.

Ungläubig reagierte SPD-Bundesarbeitsminister Hubertus Heil auf die Bundestagsambitionen Maaßens.

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