Söder will Merkel in Kanzlerfrage einbeziehen | BR24

Die Union und die K-Frage: Entscheidung gleich nach Ostern? | tagesschau.de

Nicht einmal die größten Söder-Kenner sind sich sicher, ob der CSU-Chef auch wirklich Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl im Herbst werden will.

Einen genauen Termin für die Entscheidung gibt es nicht. Und zuletzt hat Söder den Ton gegenüber CDU-Chef Laschet noch mal verschärft, Stichelei kann man das eigentlich schon nicht mehr nennen - eher den Versuch, Laschet so zu schwächen, dass er Söder am Ende die Kanzlerkandidatur überlässt.

Aber anders als von Laschet, der öffentlich mehrfach seinen Anspruch deutlich gemacht hat, sind solche Äußerungen von Söder nicht bekannt. "Gleich nach Ostern müssen die personellen und inhaltlichen Fragen zügig geklärt werden", forderte der CSU-Politiker. Mit Blick auf jüngste Umfragewerte fügte er hinzu: "Dass die wichtigsten Fragen noch offen sind, bekommt uns ganz offensichtlich nicht". "Anhänger und Mitglieder wollen allmählich wissen, wo es lang geht, wofür sie kämpfen sollen".

Die Verluste der CDU bei den zurückliegenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie die schlechten Werte bei Bürgerbefragungen zeigten, dass die Union im politischen Wettstreit der Parteien um den ersten Platz kämpfen müsse. "Das war bis vor Kurzem noch jenseits meiner Vorstellung", so Seehofer.

Die Union brauche jetzt schnell drei Dinge: "Erstens eine Strategie - wo stehen wir inhaltlich, und mit wem könnten wir koalieren?" Zweitens: "Sie brauchen authentische Politiker, Frauen und Männer". "Wir haben ein Riesenpotenzial, wir haben es im Kreuz, wieder in den 30-Prozent-Turm vorzustoßen, am liebsten bis nahe an die 40-Prozent-Marke".

Was, wenn sich Söder also am Ende nur so lange wie möglich als potenzieller Kanzlerkandidat im Spiel halten will, um als Chef der kleinen CSU auf Augenhöhe mit dem Vorsitzenden der großen CDU zu sein? "Sie sind ein wichtiger Maßstab für die Akzeptanz von Personen und Programmen in der Bevölkerung".

Dazu befragt, ob Söder oder Laschet die besten Voraussetzungen für die Kanzlerkandidatur mitbrächten, sagte Seehofer: "Ein ehemaliger Parteivorsitzender wie ich enthält sich bei diesen Fragen". "Es geht aber nicht um die Frage von zwei Personen und deren persönliche Ambitionen, sondern um die Zukunft der Union und des gesamten Landes".

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