Das Saarland-Modell vor dem Start für mehr Öffnung

Bild zu Corona-Tests

Zudem können sich im Freien bis zu zehn Menschen treffen, auch am Biertisch, wenn sie negativ getestet worden sind.

Erstmals geht ein ganzes Bundesland in Deutschland als Corona-Modellprojekt an den Start.

Im Saarland sind innerhalb eines Tages 104 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 941. Steigt die Inzidenz an drei Tagen über 100, greift ein Ampelsystem - mit einer dann ausgeweiteten Testpflicht (gelb) unter anderem für den Einzelhandel. Ein Test ist hierfür nicht nötig. Sitzen mehr Menschen zusammen, braucht jeder einen negativen Test. Auch Kontaktsport wie Fußball ist nun wieder erlaubt - mit Testzettel. "Lediglich wenn wir eine drohende Überlastung des Gesundheitssystems feststellen - das ist kein Automatismus -, werden wir uns natürlich auch weiteren Lockdown-Maßnahmen nicht verschließen". Vor zwei Wochen, am 23. März, lag sie noch bei 65,6. Dass das Saarland das Projekt in einer Zeit steigender Infektionszahlen startet, war bundesweit in Politik und Wissenschaft auch auf Kritik gestoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete die Ankündigung als "sehr gewagt".

Das Saarland sieht sich beim Impfen und Testen auch im bundesweiten Vergleich sehr gut aufgestellt. Die Meldung der saarländischen Krankenhäuser bezieht sich auf den Stand von 00.01 Uhr am Sonntag.

Für die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) ist das Saarland-Modell "ein klares, verlässliches System", das auf die Verantwortung der Bürger setze. "Es gibt weiter keinen verbindlichen Rahmen, ab wann eine Notbremse gezogen wird, an den sich auch die Landesregierung mal länger als fünf Minuten hält."Alle Pläne und Ampelphasen seien kaum konkret greifbar, kritisierte Tressel; damit verunsichere man die Menschen und gebe auch Unternehmen keine Planungssicherheit".

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