Arztpraxen in MV bieten bald mehr Corona-Impfungen an

In einigen Fällen starteten die Hausärzte zunächst mit ausgelagerten Beständen von Impfzentren - in dem Fall mit dem Vakzin von Astrazeneca.

Auch für die Hausarztpraxen gilt die vom Bundesgesundheitsministerium festgelegte Impfreihenfolge, die bestimmt, wer zuerst geimpft werden darf. Die Patienten, die den Impfstoff bekommen sollen, werden telefonisch vom Hausarzt informiert.

Laut des Apotheken-Vereins können die Arztpraxen jeweils dienstags bis 12 Uhr bei den Apotheken die Impfdosen für die Woche darauf ordern. Unter diesem Wert liegt die Quote beim Schlusslicht Sachsen mit 11,2 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Allerdings könnte sich das bald ändern. Die ersten Impfdosen gehen an chronisch Kranke und pflegebedürftige Menschen.

Die Infrastruktur der Betriebsärzte sei besonders geeignet, so Reuther. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) rät Hausärzten und Hausärztinnen dazu, selbst auf ihre Patienten zuzugehen, schließlich wüssten die auch am besten um die Krankengeschichte der Betroffenen und könnten so beispielsweise vulnerablen Gruppen auch selbst einen Termin anbieten. Viele Unternehmen hätten sich auch angeboten, die Familienangehörigen von Mitarbeitern ebenfalls zu impfen. Eine Arztpraxis in Steglitz erhielt die Mitteilung, dass die Lieferung erst am Mittwoch käme. Erst am Mittwoch werde der Impfstoff an die Hausärzte ausgeliefert, erst am Donnerstag rechnet die KVBW mit Impfungen bei den Hausärzten in der Breite. Pilotpraxen, die seit März impfen, hätten in der Routine 60, 70, auch mal um die 100 Patienten in der Woche gut impfen können.

Auch Thüringen sollen ab morgen die Coronaimpfungen in den Hausarztpraxen beginnen. Zudem ist die Menge Impfstoff pro Praxis - etwa 20 Dosen - in der ersten Woche noch recht gering. Das gelte vor allem, damit kein Impfstoff weggeworfen werden muss. "Wir hoffen, dass die Impfzusagen der Hersteller in Zukunft eingehalten werden, da die Impfstofflieferungen bis auf weiteres der Flaschenhals der Impfkampagne bleiben". "Das einzige, was wir brauchen, ist Impfstoff", sagt Dr. Frank-Dieter Braun im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll.

Seitens der KV Hamburg hieß es, das System der Niedergelassenen werde die Impfkampagne entscheidend voranbringen. Allerdings sollten die Ärzte die Impfverordnung "großzügig auslegen" dürfen.

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