Klare Distanzierung: Laschet will mit Werte-Union "keine Gespräche führen"

Max Otte erhielt Glückwünsche vom AfD-Vorsitzenden Chrupalla

Radikalisiert sich die Werte-Union mit der Wahl von Ökonom Max Otte? Er verfolge die Entwicklung der Werteunion mit Sorge. "Oberstes Ziel ist, eine grüne Kanzlerschaft zu verhindern", schrieb er. Die Werte-Union sieht sich als Vertretung der konservativen Strömung in der Union, ist aber keine offizielle Parteigliederung.

Zuvor hatte der Wechsel an der Spitze der Gruppierung für Aufregung gesorgt. Der bisherige Vorsitzende Alexander Mitsch hatte im März seinen Rückzug angekündigt.

Eine umstrittene Personalie bei der konservativen Werteunion bringt die CDU vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in Erklärungsnot. Am Montag distanzierte sich der sächsische Landesvorstand geschlossen von der Wahl. "Wer da Mitglied ist, organisiert sich außerhalb der Partei, wie man sich möglicherweise auch beim 1. FC Magdeburg oder sonst wo organisiert. Dies erscheint uns nun kaum mehr möglich", hieß es in einer Erklärung des ehemaligen Verfassungsschutzchefs.

Der Landesvorstand verwies auf Presseberichte, wonach sich Otte in der Vergangenheit immer wieder für Positionen und Vertreter des mittlerweile aufgelösten "Flügels" der AfD stark gemacht habe.

Außerdem befürchtete der SPD-Politiker, dass die WerteUnion zu einer deutschen Tea-Party-Bewegung werden könnte: "Also das Sprengen der Konservativen in Richtung einer sehr extremen Konservativen, Rechtsextremen dann auch".

Hans-Georg Maaßen, Ex-Verfassungsschutzchef und CDU-Bundestagskandidat in Thüringen, will seine Mitgliedschaft bei der Werteunion ruhen lassen. "Vor diesem Hintergrund sahen die sächsischen Kandidaten für weitere Positionen im Bundesvorstand keine Möglichkeit für eine zukünftige konstruktive Zusammenarbeit und zogen, wie auch Vertreter zahlreicher anderer Bundesländer, ihre Kandidatur zurück".

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte bereits am Wochenende von einem "Putsch der AfD-Treuen" gesprochen. "Zumindest bei Herrn Otte, dem Vorsitzenden, kann man sich da klar sein, der ja eine große Affinität und inhaltliche Nähe zur AfD hat". Otte war laut Medienberichten noch bis Januar 2021 Kuratoriumsvorsitzender der AfD-nahen Desiderius- Erasmus-Stiftung.

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