Brandanschlag auf Synagoge in Ulm - Staatsschutz ermittelt

Brandanschlag in Ulm Mann legt Feuer an Synagoge – Staatsschutz ermittelt. Ermittler der Polizei sammeln Beweise an der Synagoge in Ulm Ein etwa 1,80 Meter großer Mann soll das Feuer am Samstagmorgen gelegt haben

Wie ein Sprecher der Polizei am Samstag sagte, kam es dazu am frühen Samstagmorgen. An der Fassade war am Samstagmorgen ein dunkler Rußfleck zu sehen, verletzt wurde niemand, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Ulm mitteilten. Weil er dabei beobachtet wurde, konnte die Feuerwehr schnell eingreifen.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach von einem "niederträchtigen Anschlag". Der Anschlag zeige das heimtückische Gesicht des Antisemitismus, dem man klar und deutlich entgegentrete, teilte der Grünen-Politiker am Samstag in Stuttgart mit. Nun ermittelt der Staatsschutz. Wer versucht, eine Synagoge anzuzünden, den wird die volle Härte des Rechtsstaates treffen. "Wir sind dankbar und froh, dass jüdisches Leben bei uns stattfindet und wollen, dass dieses jüdische Leben bei uns möglichst sorgenfrei und unbeschwert sein kann". Dem immer wieder aufflammenden Antisemitismus müsse man mit Nachdruck und Entschiedenheit entgegentreten, sagte das Stadtoberhaupt. Wie das Staatsministerium mitteilte, wurden die Schutzmaßnahmen in Ulm hochgefahren. Außerdem werde geprüft, ob andere jüdische Einrichtungen im Land aufgrund der aktuellen Situation ebenfalls besser geschützt werden müssten. "Jüdisches Leben gehört zu uns, wie in Ulm die Donau und das Münster", so Hagel. Jeder Angriff gegen Jüdinnen und Juden oder ihre Versammlungsorte sei ein Angriff gegen das Wertesystem und die Grundwerte der Demokratie. An der Synagoge leerte er eine Flüssigkeit aus einer Flasche auf den Boden. Sofort verständigte der Zeuge dann die Polizei und Minuten später hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Der Sachschaden bleibt deswegen gering: Die Fassade und eine Glasscheibe sind an einer Ecke etwas verrußt. Er trug einen dunklen Kapuzenpullover und eine weiße Schutzmaske.

Ulm - Ein Unbekannter soll nach Polizei-Angaben einen Brandanschlag auf die Synagoge in Ulm verübt haben.

Ein Unbekannter soll die Fassade der Ulmer Synagoge beschädigt haben.

Der Unbekannte sei in Richtung Fischergasse geflüchtet, heißt es von der Ulmer Polizei. Erst kürzlich waren in Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt Protestplakate vor der Ulmer Synagoge aufgestellt worden.

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