Impf-Priorisierung endet - Aber oft wird weiter nach Vorrang geimpft

Auch Jugendliche können nun geimpft werden

Mit dem Ende der Priorisierung ist die Vergabe der Impfstoffe an alle Menschen ab zwölf Jahren grundsätzlich möglich. Hunderttausende Menschen hätten sich lange sehr geduldig verhalten und Risikogruppen den Vortritt gelassen. In Bremen arbeiten die Impfzentren die Vorranglisten zunächst weiter ab. In den übrigen Ländern endet auch in den Impfzentren die bisherige Impfreihenfolge.

In den Arztpraxen fällt die Priorisierung bundesweit am Montag weg, wie Bund und Länder vereinbart hatten.

Gleichwohl wird es eine "versteckte" Priorisierung zumindest in den Arztpraxen geben, denn da der Impfstoff bisher begrenzt ist, müssen die Ärzte entscheiden, wem sie ihn "im Rahmen der Verfügbarkeit der vorhandenen Impfstoffe" zur Verfügung stellen.

Ärztinnen und Ärzte rechnen für den heutigen Montag mit einem Ansturm auf die Praxen. Er rief Impfwillige zu Geduld auf. Bundesregierung und Robert Koch-Institut (RKI) erwarten, dass es noch Wochen dauert, bis so viele Menschen in Deutschland einen Immunschutz haben, dass die Corona-Beschränkungen weitgehend aufgehoben werden können. Nun gefährdeten die Anfragen von Impfwilligen die sonstige Versorgung, sagte Brysch.

45,4 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung. Vielerorts dominieren derzeit die Zweitimpfungen, denn erst jede oder jeder Fünfte hat den kompletten Impfschutz.

Wie im zentralen Hamburger Impfzentrum bleibt die Priorisierung in vielen Zentren noch bestehen. Weil mit der Impfung neben dem Schutz der Gesundheit auch viele Freiheiten wie etwa Reisen ohne Test oder auch Zugang zu Veranstaltungen verbunden seien, "werden sehr viele Menschen schnell einen Impftermin bekommen wollen".

Im Saarland öffnen die Zentren am Montag für alle.

Grundsätzlich können sich jetzt alle um einen Termin im Impfzentrum, bei Haus- oder Betriebsärzten bemühen.

Zusätzlich zu den Impfzentren und niedergelassenen Ärzten steigen ab dieser Woche mehr als 6000 Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein.

In Baden-Württemberg hieß es, da die meisten älteren Bürger geimpft seien, könne man die Priorisierung guten Gewissens überall aufheben. In Nordrhein-Westfalen endet die Priorisierung auch in den Impfzentren.

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