Deutsche Telekom bekommt globale Attacke offenbar in den Griff

Deutsche Telekom bekommt globale Attacke offenbar in den Griff

Nach der Hacker-Attacke auf Telekom-Router spielt das Unternehmen Software-Updates für die betroffenen Geräte aus.

Auch gestern war das Problem noch nicht gelöst: "Einen Zeitpunkt für die Behebung der Störung können wir noch nicht nennen", hieß es nachmittags auf der Telekom-Internetseite - die ja für viele Kunden nicht erreichbar ist.

Das Unternehmen ist bei der jüngsten Attacke auf seine "Speedport"-Router offenbar mit einem blauen Auge davongekommen". "Die Zahl der akut betroffenen Router ist von 900.000 dramatisch zurückgegangen, wir gehen davon aus, dass wir heute keine Probleme mehr sehen werden", sagte ein Sprecher des Konzerns am Morgen im RBB-Inforadio. "Sie hat nicht funktioniert und hat nicht das getan, was sie hätte tun sollen". Der Angriff auf die Telekom zeige, wie wichtig Cybersicherheit sei. "Wer dafür verantwortlich ist, wissen wir nicht", sagte von Wagner. Seit Sonntagmittag kam es bei rund 900.000 ihrer mehr als 20 Millionen Festnetzkunden zu Internet-Ausfällen. Die Geräte dienen zur Einwahl ins Netz der Telekom und ermöglichen damit Telefonie, den Internetzugang und auch den Online-Fernsehempfang.

Laut BSI waren die Angriffe auch in dem von der Behörde selbst geschützten Regierungsnetz bemerkbar, konnten dort aber mit effektiven Schutzmaßnahmen abgewehrt werden.

Dass es sich um einen Angriff von außen gehandelt haben könnte, könne er nicht ausschließen, aber auch nicht bestätigen, sagte der Telekom-Sprecher. Im Verlauf des Montags waren die Störungen weitgehend zurückgegangen.

Deutsche Telekom bekommt globale Attacke offenbar in den Griff

Schönbohm regte an, für Geräte wie DSL-Router, die von asiatischen Herstellern wie Arcadyan oder Huawei massenhaft hergestellt werden, verstärkt Sicherheits-Gütesiegel einzusetzen. "Im Moment steht der genaue Urheber noch nicht fest", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Dienstag.

Möglich wurde der Angriff, der anscheinend nicht auf das Telekom-Netz begrenzt war, durch eine Sicherheitslücke im Fernwartungsprotokoll TR-069. Ihre Spezialität ist, sich vorzugsweise in Verbrauchergeräte wie Router oder andere, privat genutzte vernetzte Elektronik einzuschleusen, um sie kapern und zum Teil eines ferngesteuerten Netzes zu machen. "Zur automatischen Aktivierung sollte der Router 30 Sekunden stromlos sein".

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) wird informiert.

Der Angriff auf die Telekom erfolgte über die Router. Betroffen sind nach Unternehmensangaben die Modelle Speedport W 921 V, W 921 Fiber und W 723V Typ B.

Im Juli und August war es schon einmal zu massiven Ausfällen des Telekom-Internet gekommen, von denen Geschäfts- wie auch Privatkunden betroffen waren.

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