Luftverkehr | Piloten setzen Streik bei Lufthansa fort

Luftverkehr | Piloten setzen Streik bei Lufthansa fort

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit setzt am Mittwoch ihren Streik bei der Lufthansa fort. Lufthansa hat 890 Verbindungen gestrichen.

Nach einer sechstägigen Streikwelle will die Lufthansa die Piloten mit einem verbesserten Angebot zurück an den Verhandlungstisch holen.

Zusammen mit weiteren Betriebsratskollegen habe er daher für heute eine Demonstration gegen die Ziele der streikenden Vereinigung Cockpit (VC) organisiert. Am Donnerstag will die Airline wieder nahezu nach Plan fliegen. Das Angebot sei der Gewerkschaft bereits am Dienstagabend unterbreitet worden.

Danach gebe es Rückmeldungen aus dem Lufthansa-Management, wonach die Buchungsrückgänge "deutlich spürbar sind", zitiert das Blatt aus einem Schreiben der VC. Dieses Angebot sei nicht an weitere Bedingungen geknüpft.

"Was immer die Piloten herausholen, muss am Ende des Tages an anderen Stellen im Unternehmen gegenfinanziert werden", sagte das Mitglied des Lufthansa-Betriebsrates Frankfurt Boden, Ruediger Fell, der Deutschen Presse-Agentur.

Die VC errechnet daraus eine durchschnittliche Forderung von 3,66 Prozent im Jahr. Bislang sind laut Lufthansa an den sechs Streiktagen seit vergangenem Mittwoch mehr als 525 000 Passagiere von insgesamt 4461 Flugausfällen betroffen. Das Unternehmen geht von einem Schaden von 10 bis 15 Millionen Euro täglich aus.

Auch ihm und seinen Mitstreitern liege es aber fern, über die VC und die Piloten ein "Scherbengericht" abzuhalten, sagte Fell. Der Betriebsrat des Frankfurter Bodenpersonals hatte ohne Rückendeckung der Gewerkschaften zu der Kundgebung aufgerufen.

Hintergrund des Streiks sind gescheiterte Tarifverhandlungen über die Vergütung der Piloten der Lufthansa, der Frachttochter Lufthansa Cargo und der Billigtochter Germanwings. Zeitgleich demonstrierten nach Polizeischätzungen etwa 400 Piloten am Flughafen für ihre Belange. Dies berücksichtigt aber nicht, dass jede Tarifstufe im Zinseffekt bei allen folgenden Stufen zu zusätzlichen Erhöhungen führt. Zum Vergleich: Lufthansa hat über die gesamte Spanne 2,5 Prozent angeboten, im Jahresschnitt also 0,5 Prozent.

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