Amtierender FBI-Direktor widerspricht Trump

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McCabe sagte außerdem, die Ermittlungen der Bundespolizei zur Russlandaffäre gingen unverändert weiter. "Direktor Comey genoss große Unterstützung innerhalb des FBI, das ist bis heute so", sagte McCabe vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats. Kurz darauf bekräftigte er, dass alle angeblichen Verstrickungen seines Wahlkampfteams mit Russland erfundene Nachrichten seien und dass er weitere Ermittlungen des FBI in dieser Sache weder behindern noch stoppen wolle. Der republikanische Senator Lindsey Graham sagte der "Washington Post", aufgrund der Kontroversen um den FBI-Chef glaube er, dass ein Neuanfang dem FBI und dem Land gut tun würde. Sie fordern deshalb die Einsetzung eines Sonderermittlers, der weitgehend unabhängig arbeiten würde. Zeitgleich mit dem Entlassungsbrief hatte das Weiße Haus ein Memo Rosensteins veröffentlicht, in dem dieser Comeys Umgang mit der E-Mail-Affäre der früheren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hart kritisiert. Der bisherige Stellvertreter Comeys hat die Leitung der Behörde allerdings nur provisorisch übernommen.

Ein langjähriger Freund von Comey, Daniel Richman, sagte der Nachrichtenagentur AP am Vortag, der Präsident habe jemanden entlassen, der "nicht gewillt" gewesen sei, ihm "absolute Loyalität" zu versprechen. "Ich wollte Comey feuern".

Comey hatte öffentlich gesagt, dass seine Behörde zu möglichen Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland ermittele. Trump hatte ohne Vorlage von Beweisen erklärt, dass drei bis fünf Millionen Menschen bei seiner Präsidentschaftskampagne 2016 gegen die Demokratin Hillary Clinton illegal gewählt hätten.

Irritiert verfolgt die amerikanische Öffentlichkeit die Irrungen und Wirrungen in der Debatte über die Entlassung von FBI-Chef James Comey.

Trump fragte Comey von sich aus: Gibt es Ermittlungen gegen mich?

Innerhalb des FBI, ein gigantischer Fahnungsapparat von über 35 000 Experten in 56 nationalen Büros, die als führende kriminalistische Institutionen gelten, ist vor allem die Begründung des Weißen Hauses für die Entlassung des erst 2013 an die Spitze beförderten Comey sauer aufgestoßen.

Am Donnerstag nun deutete der Präsident in einem NBC-Interview an, dass er bei dem Rauswurf offenbar doch an die Russland-Ermittlungen des FBI gegen seine Regierung dachte.

Gegnüber NBC News sagte Trump: "Was ich vorhatte?" Am Dienstag hatte Trump die Kündigung noch damit begründet, er folge mit dem Rauswurf dem Rat von Justizminister Jeff Sessions und dessen Vize. Er habe vielmehr Comey "schon eine ganze Zeit lang" entlassen wollen. Das Thema sei zu drei Anlässen besprochen worden, bei einem Abendessen und in zwei Telefongesprächen. Der schrieb seinen Mitarbeitern einen Abschiedsbrief, in dem er sich bedankte und sagte, er werde keine Zeit damit verbringen, über das Vorgefallene nachzudenken. Trump höchstpersönlich nannte die entsprechenden Untersuchungen am Montag eine "Farce", die von den Steuerzahlern finanziert werde. Das Justizministerium aber bestreitet, dass Comey zusätzliche Mittel für die Untersuchung beantragt habe.

Das Entlassungsschreiben des Präsidenten an Comey sorgt weiter für Diskussionen. Dabei wiederholte er seine Behauptung, die Russland-Vorwürfe würde die Demokraten nur als Ausrede benutzen, weil sie die Präsidentschaftswahl im November verloren hätten. Die Demokraten hoffen laut Schumer, auch Justizminister Sessions vorladen zu können.

Es war kein offizielles Statement, dass Donald Trump abgegeben hat. Die Entscheidung, den FBI-Direktor zu diesem Zeitpunkt zu stürzen, sei "schlicht unerklärbar", argumentierten viele Republikaner auf dem Kapitolshügel.

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