Deutsche Telekom steht erneut vor gutem Quartalsergebnis

Legt die neuen Geschäftszahlenvor:Tim Höttges

Im Auftaktquartal 2016 war der Umsatz noch um knapp 6 Prozent niedriger ausgefallen und hatte bei 17,63 Milliarden Euro gelegen. Das Minus resultierte vorwiegend aus Kosten für den Umbau der Finanzierung bei T-Mobile US. Unter dem Strich fällt der Überschuss von 3,13 Milliarden Euro auf 0,75 Milliarden Euro. Das Unternehmen, nach wie vor hinter Verizon und AT&T die Nummer Drei auf dem Markt, zählte Ende März insgesamt 72,6 Millionen Kunden.

Die Zahl der Mobilfunkkunden in Deutschland konnte die Telekom in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 265.000 auf 42,11 Millionen steigern - das schwächste Neukundenplus seit dem zweiten Quartal 2015. Auf den zwölfprozentigen Anteil habe man wegen der schlechten Aktienkursentwicklung im ersten Quartal 700 Millionen Euro abschreiben müssen, teilte die Telekom am Donnerstag mit.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Briten der Telekom die Bilanz verhageln. Außerdem schlug eine Sonderbelastung durch den Kursverfall der BT-Aktien zu Buche.

Auch die Deutsche Telekom hat am Donnerstag Quartalszahlen vorgelegt und meldet vor allem in den USA deutlich steigende Umsätze.

Die Mobilfunk-Serviceumsätze in Deutschland gingen zwar um 0,8 Prozent zurück.

Dabei dürfte der Konzern Einbußen durch geringere Netzentgelte in Europa durch das Wachstum auf dem US-Mobilfunkmarkt ausgeglichen haben.

Für dieses Jahr erwartet der Vorstand einen Anstieg des Betriebsgewinns (Ebitda) um vier Prozent auf 22,2 Milliarden Euro nach 21,4 Milliarden Euro im vorigen Jahr.

Der Siegeszug der einstigen Sorgentochter ruft Interessenten auf den Plan. Nach Aussagen von Insidern will der japanische Telekom-Riese Softbank die Mehrheit an seinem glücklosen US-Mobilfunker Sprint an die Telekom-Tochter verkaufen. Und dort freut man sich vor allem über die gute Entwicklung in Übersee: "Unsere Investitionen in den USA haben sich gelohnt", freut sich CEO Tim Höttges.

Aus dem ehemals darbenden US-Geschäft haben die Bonner in den vergangenen Jahren mit vielen Milliarden einen Wachstumsbringer geformt - auch um die Sparte für andere attraktiv zu machen.

Wachstumslokomotive der Telekom ist dank neuer Tarife und eines Netzausbaus weiterhin die amerikanische Tochter T-Mobile US.

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