Europa entwächst der Wirtschaftskrise langsam EU hebt Konjunkturprognose an

Die Lage in den EU-Staaten ist sehr unterschiedlich

Für das laufende Jahr soll der Preisauftrieb 1,8 Prozent betragen, für 2018 werden 1,6 Prozent prognostiziert. Sie erhöhte heute ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2017 von 1,6 auf 1,7 Prozent. In der Winterprognose waren es für beide Jahre nur je 1,6 Prozent gewesen. Währungskommissar Moscovici betonte, die große Unsicherheit, die man in den letzten zwölf Monaten erlebt habe, scheine langsam zu schwinden.

BrüsselMehr Wachstum, weniger Arbeitslose, geringere Schulden: Die EU-Kommission sagt der Euro-Zone in diesem und im kommenden Jahr eine positive Entwicklung voraus. Laut der Prognose erreicht Frankreich 2017 ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,4 Prozent. Diese geht von 1,5 Prozent für 2017 und von 1,6 Prozent für 2018 aus. Das Land, das unter hoher Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Strukturproblemen leidet, reißt seit Jahren die EU-Latte beim Haushaltsdefizit. Auch der private Konsum dürfte in der EU ungeachtet der höheren Inflation zunehmen, wenn auch nicht mehr so stark wie zuvor. "Die Investitionstätigkeit wird zwar weiterhin durch die geringen Wachstumsaussichten und den notwendigen Schuldenabbau in einigen Sektoren gebremst, dürfte sich aber dennoch recht beständig ausweiten", so die Kommission. 2016 waren es noch 1,5 Prozent.

Der Aufschwung soll die Arbeitslosigkeit drücken. Die Behörde geht in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Frühjahrsprognose von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,7 Prozent in der Währungsunion aus. In diesem Jahr wird eine Erwerbslosenquote von 9,4 Prozent erwartet, im kommenden Jahr von 8,9 Prozent - das wäre der niedrigste Wert seit Anfang 2009. Das wäre ein Rückgang von 0,2 Prozent.

Die Frühjahrsprognose dürfte sich auch positiv auf die Staatsfinanzen auswirken. Die Neuverschuldung soll in diesem Jahr auf 1,4 und im kommenden Jahr auf 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes sinken. Für 2018 bleibt er mit 1,8 Prozent gleich hoch. Die niedrigen Zinszahlungen und die "moderate Lohnentwicklung im öffentlichen Lohnsektor" würden begünstigen, dass die Haushaltsdefizite weiter zurückgehen, so die Kommission.

Die EU-Kommission attestiert in ihrer Frühjahrprognose eine "günstige Wachstumsdynamik" für Österreich. Laut der Kommission wird die vorgegebene Obergrenze von 3,0 Prozent des BIP dieses Jahr noch gerade so eingehalten, 2018 mit 3,2 Prozent den Erwartungen nach aber wieder deutlich darüber liegen.

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