Fast 60 Festnahmen bei Einsatz gegen Börse in Istanbul

Bei einem Einsatz gegen die Börse in Istanbul im Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei sind 57 Menschen festgenommen worden. Laut Medien fanden die Festnahmen in sechs verschiedenen Provinzen statt

Fast zehn Monate nach dem Putschversuch in der Türkei sind bei landesweiten Razzien gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger innerhalb der Istanbuler Börse 57 Verdächtige festgenommen worden. Die Razzia dauerte an.

Die türkische Polizei hat den Online-Chef der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" festgenommen.

Nach Informationen der Zeitung "Habertürk" hätten die in den frühen Morgenstunden bei weitreichenden Razzien Festgenommenen bereits infolge des Putschversuchs ihre Stelle bei der Börse verloren.

Die Regierung in Ankara geht seit dem Putschversuch mit massenhaften Festnahmen gegen vermeintliche Gegner und mutmassliche Unterstützer der Revolte vor.

Die Türkei vermutet, dass der in den USA im Exil lebende Prediger Fethullah Gülen hinter dem Putschversuch steckt, was dieser jedoch bestreitet. Die 1996 gegründete Bank stand angeblich der Gülen-Bewegung nahe und wurde bereits 2015 von der Regierung unter Zwangsverwaltung gestellt. Auch die Polizei entließ mehr als 9.100 Beamte, weil sie Verbindungen zum Gülen-Netzwerk haben sollen. Oguz Güven wurde heute von Polizisten in Istanbul in Gewahrsam genommen und zur Befragung ins Polizeipräsidium gebracht, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Präsident Recep Tayyip Erdogan rechtfertigt die Verhaftungs- und Entlassungswelle mit dem Hinweis, türkische Einrichtungen seien durch die Gülen-Bewegung wie mit einem Virus infiziert.

Schon am Donnerstagabend war bekannt geworden, dass in der Türkei eine für eine linksgerichtete Nachrichtenagentur arbeitende deutsche Übersetzerin festgenommen wurde.

Im April hatte die Staatsanwaltschaft gegen 19 Journalisten und Mitarbeiter der Zeitung Anklage erhoben, unter ihnen der Chefredakteur Murat Sabuncu, der Kolumnist Kadri Gürsel, der Karikaturist Musa Kart und der Investigativjournalist Ahmet Sik.

Die Anklagebehörde wirft ihnen Mitgliedschaft in einer "Terrorgruppe" und Unterstützung verbotener Organisationen vor. Die Regierung hat nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei bereits mehrfach Journalisten inhaftiert - auch Mitarbeiter der "Cumhuiyet".

Die türkische Staatsanwaltschaft bezichtigt "Cumhuriyet", seit 2013 unter Kontrolle von Gülen zu stehen.

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