Formel 1 - Vettel und Räikkönen durchbrechen Pole-Serie von Mercedes

Sebastian Vettel

Die Glas-halb-voll- und Glas-halb-leer-Menschen kamen in Russland voll auf ihre Kosten: Optimistisch betrachtet war das für Sebastian Vettel und Ferrari ein prima Wochenende - Pole im Abschlusstraining, erstmals seit Singapur 2015, dazu Rang 2 im Rennen und WM-Führung ausgebaut.

Und Vettel ist weiterhin der Favorit auf den Weltmeistertitel, vielleicht mehr denn je in dieser Saison - es war eine "Niederlage", die zuversichtlich stimmt für den Rest der Saison. Bis Ferrari mit Vettel einen "Overcut" probierte, später als der Führende zum einzigen Stopp an die Box kam, und der Ex-Weltmeister damit in der Schlussphase des Großen Preises von Russland zum Angriff auf den Finnen blies. "Alles in allem war es ein schöner Tag", stellte er fest. "Das Auto war phänomenal. Unter diesen Bedingungen, mit dem Vettel im Genick, das ist eine unglaubliche Leistung", sagte Lauda. In seinem 81. Rennen feierte der 27-Jährige damit seinen ersten Sieg, vor Vettel und Kimi Räikkönen. Bottas schnappte sich direkte Vettel und übernahm die Führung, Hamilton war kurzzeitig an Räikkönen vorbei, musste sich dann jedoch wieder hinter dem Finnen einsortieren. Nach dem Qualifying schaut es für das Team von Toto Wolff aber nicht besonders gut aus.

Im Kampf um Bestzeiten ließ die zweite K.o. Es ist nicht Kurve eins, sondern erst die zweite auf dem 5,848 Kilometer langen Kurs. Pole bzw. der ersten nach 588 Tagen. Hamilton fehlten über sechs Zehntelsekunden.

Doch Bottas machte den Ferrari-Vorteil mit einem Traumstart zunichte.

Der erste Start musste abgebrochen werden, weil Fernando Alonso mit seinem McLaren nicht mal bis zu seiner Position kam, sondern vor der Boxengasse stehenblieb.

Trotz einer tollen Aufholjagd gelang es Vettel nicht mehr, Bottas anzugreifen. "Das war heute sehr anstrengend, ich fühle mich wie nach einem kompletten Grand Prix", sagte Hülkenberg bei Sky: "Platz acht war das Maximum für uns". Die weiteren deutschen Piloten, Nico Hülkenberg im Renault und Pascal Wehrlein im Sauber, wurden im Training Siebter und 19.

Besonders alarmierend dabei: Russland gehörte zuletzt zu den absoluten Mercedes-Strecken: Seit der Premiere vor drei Jahren holten die Silberpfeile hier stets den Sieg. "Es ist gut, jetzt da zu stehen". Bottas folgt 23 Zähler zurück auf Rang drei. Die Poles verteilten sich bis Samstag auf Hamilton in Melbourne und Shanghai sowie Bottas in Sakhir. Er tat dies in dem ruhigen Tonfall, den die Formel 1 schon von seinen Landsleuten Mika Häkkinen und Räikkönen kennt.

Im WM-Klassement führt nach vier von 20 WM-Läufen 2017 weiterhin Vettel mit 86 Punkten vor Hamilton (73), Bottas (63) und Räikkönen (49). In Bahrain wurde Bottas zweimal vom Team eingebremst, um Hamilton die Chance zu ermöglichen, mit Vettel um den Sieg zu kämpfen.

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