Kunst - Frauenpower auf Venedig-Biennale

57. Kunstbiennale von Venedig

VenedigDraußen vor der germanisch großspurigen Eingangshalle des deutschen Pavillons sind Absperrungen eingezogen aus Glas und Gitterzaun, dahinter wachen Dobermänner.

Die Künstlerin Anne Imhof und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Venedig. Es gehe unter anderem um das Gefühl, in der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein oder nicht, sagte die Kuratorin Susanne Pfeffer vom Fridericianum in Kassel am Mittwoch vor der Eröffnung des Pavillons. Das sei ein wichtiges Thema, weil es definiere, wie man sich in der Gesellschaft bewegen könne oder auch dürfe. Nach Angaben der Organisatoren sind 85 Nationen vertreten. Die 57. Ausgabe öffnet ihre Tore am Samstag für das Publikum und dauert bis zum 26. November. Obwohl die Biennale kein politisches Thema hat, setzen sich viele Arbeiten mit aktuellen Problemen wie Migration auseinander. Vielmehr soll sie den Künstler in den Mittelpunkt stellen.

Frauenbeteiligung in künstlerischen Berufen sei selbst in Deutschland immer noch unterdurchschnittlich. Hinzu kommen mehr als 80 nationale Pavillons.

In die Debatte schaltete sich auch die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters ein. Er verteidigte sein umstrittenes Engagement. "Aber man muss es nicht bei jeder Gelegenheit sagen".

"Ich mache ja keine Propaganda für die Regierung des Aserbaidschan", sagte Roth. "Mir geht es um die Menschen, die dort leben". Er habe sich ausbedungen, bei der Gestaltung des Pavillons "jegliche Freiheit in Bezug auf die Themenwahl sowie bei der Auswahl der Künstler zu haben", sagte Roth. Kritisiert wird der ehemalige Chef der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und des Londoner Victoria and Albert Museums, weil er als Mit-Kurator des Pavillons eine autoritäre aserbaidschanische Führung unterstütze. Als Begründung gab er unter anderem die Entscheidung der Briten für den Brexit an.

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