Untergebene ausgebeutet und misshandelt : Sklaven-Prozess um arabische

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Haft und eine Geldstrafe von insgesamt fast 1,9 Millionen Euro haben die Ankläger im Brüsseler Prozess gegen acht arabische Prinzessinnen gefordert. Mal verurteilen Richter in London einen Prinzen aus Saudiarabien wegen Mordes an seinem Diener zu lebenslanger Haft. Eines der Mädchen hatte aus einem Luxushotel in Brüssel fliehen können, in dem sich die Witwe eines Scheichs und ihre sieben Töchter auf einer ganzen Etage für längere Zeit eingemietet hatten. Eingesperrt, zusammengepfercht, ohne Lohn, als "Kühe, Hündinnen und Huren" beschimpft: "Die Arbeitsbedingungen verstießen gegen die Menschenwürde", erklärt Anwalt Philippe Mortiaux.

Die Angeklagten hatten die Zimmerflucht gleich auf Jahresbasis gemietet - eine Prinzessin habe sich in Brüssel einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen. Systematisch sollen sie ihre Angestellten gequält haben. Jetzt beginnt der Prozess - gegen den Willen der Vereinigten Arabischen Emirate. Von Thomas Kirchner mehr.

Die Verteidiger verlangten Freisprüche für ihre Mandantinnen, die selbst nicht zu dem Prozess erschienen waren. 19 Millionen würden von Privatleuten oder Unternehmen zu Arbeiten im Haushalt, in der Landwirtschaft, in Fabriken und auf Baustellen oder zur Unterhaltung gezwungen. Anwälte der Nebenklage hatten zum Prozessauftakt am Donnerstag allerdings dargelegt, dass Mitglieder der Scheichfamilie - unter ihnen die Angeklagten - als Eigner ebendieses Unternehmens eingetragen seien.

Die Verteidiger der Prinzessinnen warfen einigen Beschäftigten laut Belga zudem vor, die Ereignisse weit übertrieben dargestellt zu haben.

Die Fälle beschränken sich nicht auf ferne Länder: "Seit vier Jahren war ich nicht beim Arzt, ich durfte nie allein raus, ich habe immer nur gearbeitet, ich habe keinen Lohn bekommen", erzählte eine 52-Jährige aus Ghana 2016 von ihrem Dasein in einem Berliner Diplomatenhaushalt. Die Nebenklage fordert 2500 Euro Schadensersatz für jedes Opfer sowie sechsstellige Beträge für ausstehendes Gehalt: in einem Fall mehr als 467.000 Euro, berechnet nach belgischem Recht für monatelangen 24-Stunden-Dauerdienst.

Die Hotelleitung sagte aus, von den Vorkommnissen nichts mitbekommen haben zu wollen: Gegen sie wird nicht ermittelt. Die angeklagten Frauen waren nach einem Shopping-Sommer gleich wieder in ihre Heimat geflogen und sind beim Prozess in Brüssel nicht anwesend. Von Seiten der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate wurde offenbar mächtig Druck ausgeübt, das Verfahren einzustellen. Ein Urteil wird in einigen Monaten erwartet.

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